Zitate, Tipps, Gedankenanstösse, Texte im kostenlosen wöchentlichen «Anstubser-Newsletter». Für Beruf und Leben.

Das erwartet Sie im Anstubser-Newsletter:

«Anstubser», der wöchentliche Gedankenanstoss

Der Mensch denkt und lenkt. Bewusst und unbewusst. Rund 70 Prozent unserer Gedanken sind negativ. Der «Anstubser» ist ein Coaching-Newsletter mit wöchentlichen Kurz-Inputs für und aus dem Alltag- und Berufsleben, die Gedanken positiv «anstossen» sollen.

Anstubsen lassen. Nachdenken. Anders reagieren. Bewusster leben. Bewusste Veränderung Schritt für Schritt.

Inhalt:

  • «Anstubser» (Ein Satz, ein Zitat, ein Kurzinput, ein … – welche Sie durch die Woche begleiten)
  • Hinweise zu wertvollen Artikeln und Blogs rund um das (Berufs)Leben.
  • Tipps zu Weiterbildungen, Radio- und TV-Sendungen und Spannendem im Internet.
  • Versand: Kostenlos, wöchentlich, immer am Sonntag Abend, 18 Uhr. Zum Ausklang der alten und zum Einklang der neuen Woche.

Die letzten Anstubser im Überblick:

Woche 39, 26. September, Thema: Über Grenzen gehen

«Wer seine Grenzen kennt, kann offener auf andere zugehen.»

(© Ernst Ferstl)

Manchmal muss man sich abgrenzen. Wenn «es» uns über den Kopf wächst. «Es» – das sind Anforderungen, Erwartungen und vielleicht sogar neue Möglichkeiten. Manchmal auch andere Menschen. Und manchmal wir selber.

Abgrenzen bedeutet, sich genügend Raum und Luft zu verschaffen. Um neu aufzutanken. Wenn die Kraft nicht mehr reicht. Niemand kann unbeschränkt Verantwortung übernehmen. Abgrenzen heisst, eigene Grenzen zu respektieren.

Es gibt dabei eine kleine Nuance. Nämlich, ob man sich oder andere abgrenzt. Sich abgrenzen bedeutet Distanz schaffen, um sich neu zu stärken. Andere abgrenzen bedeutet, sie mit ihren Denk- und Sichtweisen abzulehnen. Das ist ein wesentlicher Unterschied mit verschiedenen Auswirkungen.

Zum ganzen Newsletter

Woche 38, 19. September, Thema: Selektive Wahrnehmung

«Gib mir einen Quadratmeter Wiese und ich mache dir 1000 schöne Fotos.»

(Unbekannt)

Ich fotografiere gerne. Noch verstärkt hat das ein Fotoseminar im April im wunderschönen Rasa, im Tessin. Seitdem nehme ich meine Kamera überall hin mit, wo ich kann. Mit dem Fotografieren schärft man seinen Blick. Obiges Zitat unterschreibe ich sofort. Unglaublich, was auf einem Quadratmeter Wiese so alles «kreucht und fleucht».

Wir sind ununterbrochen einer Unmenge an Eindrücken ausgesetzt. Dies alles können wir unmöglich verarbeiten. Doch jeder Mensch hat bewusste und unbewusste Ziele. Sie bestimmen, was wir bemerken. Was uns wichtig ist und was wir links liegen lassen. Selektive Wahrnehmung. Man kann an einer Wiese einfach vorbeimarschieren. Oder seinen Partner, seine Kinder, seine Mitarbeiter einfach so hinnehmen. Man kann einfach so… Die Macht des Alltags ist stark.

Selektive Wahrnehmung spielt also nicht nur bei einer Wiese. Gib mir einen Menschen, egal ob arm, reich, jung oder alt und ich erkenne 100 Fähigkeiten, die er oder sie besitzt und einsetzen kann. Entdecken. Sehen wollen. Beides verändert.

Bei einer Wiese wahrscheinlich nur den Fotografen. Im Falle von Menschen ziemlich sicher den Entdecker, wie den Entdeckten.

Zum ganzen Newsletter

Woche 37, 12. September, Thema: Learning by Doing

«Die Fähigkeit zum Kampf wird im Kampf gewonnen.»

Nelson Mandela

Was bedeutet Fähigkeit zum Kampf? Wenn wir es auf unseren Alltag herunter brechen, geht es um die Fähigkeit, Herausforderungen verschiedenster Art angehen zu können. Angehen, so, wie es uns am besten von der Hand geht.

Etwas lernen können wir in erster Linie, wenn wir uns darauf einlassen. Ob mit oder ohne vorbestehendem Wissen. Am meisten lernen wir, wenn wir etwas selbst tun. Vielleicht sogar spielerisch. Auf unsere Art. «Baumeister seiner selbst», wie es die Begründerin des offenen Unterrichts und der Freiarbeit, Maria Montessori, wohl nennen würde.

Individuelle Fähigkeiten entwickelt man am besten selbst. Das steigert das Selbstvertrauen und macht Mut, auch hohe Herausforderungen anzugehen. Ein Paradebeispiel ist die Suchmaschine Google. Deren zwei Gründer haben beide eine Montessori-Schule besucht. Am meisten lieben sie Herausforderungen, die von der Gesellschaft als unlösbar angesehen werden.

Eindrucksvoll, was sie mit ihrer Offenheit und ihren Fähigkeiten in so kurzer Zeit gelernt und erreicht haben …

Zum ganzen Newsletter

Woche 36, 5. Sepember 16, Thema: Vom Wert der Inkonsequenz

«Ich bin schrecklich inkonsequent, … aber nicht immer»

© Goldbach, Unartig

Dieser Spruch löst bei mir zahlreiche Gedanken aus. Inkonsequent sein – aber nicht immer. Das würde ja bedeuten, in der Inkonsequenz sehr konsequent zu sein?! Doch der Begriff Inkonsequenz löst eher unangenehme Gefühle aus.

Konsequente Haltungen werden häufig als unersetzliche Kompetenz für Ämter in Politik und Wirtschaft herausgestrichen. Wer konsequent ist, der wird auch erfolgreich sein. Soweit eine Aussage, ein Klischee – soweit leider auch eine «psychische Bremse» für eher inkonsequente Menschen.

Sichtwechsel. Inkonsequent zu sein heisst, konsequent ein gutes Gefühl für den einzigartigen Moment zu haben. Auch Neues wird wahrgenommen, entdeckt und mit sofortiger Zuwendung belohnt. Priorisiert. Meist sind inkonsequente Menschen sehr kreativ, sehr lebensnah. Erfolg erhält eine andere Bedeutung und einen anderen Inhalt.

Inkonsequente Menschen sind Botschafter gegen totale Verplanung unserer letzten, noch übrig gebliebenen Zeitfenster und sind darum unendlich wertvoll!

Zum ganzen Newsletter

Woche 35, 29. August, Thema: authentische Reflexion

«Der Spiegel offenbart dir nur, was du zu sehen bereit bist.»

© Helga Schäferling,(*1957), deutsche Sozialpädagogin

Mein Spiegel kennt mich ganz genau. Er ist richtig emphatisch. Wenn ich weine, weint er mit. Wenn ich lache, lacht er auch. Allerdings sehe ich das nur, wenn ich ihm die nötige Aufmerksamkeit schenke. Provozieren kann er auch. Ganz hartnäckig bildet er mich ab. Zum Beispiel mit abgetragenen Klamotten oder Montagmorgengesicht.

Er erduldet viel von mir, und das ohne auch nur ein Wort zu sagen. Wie das bei echten Freunden vorkommt. Trotz Nähe. Trotz Authentizität. Einen Spiegel anzubrüllen bringt nichts. Er macht weiter wie immer. Man kann ihn nicht erziehen, ohne bei sich selbst anzufangen. Spiegel zeigen uns auf, wie andere uns sehen.

Vor dem Spiegel können wir davonlaufen. Vor uns selbst allerdings nicht. Der deutsche Entertainer Hape Kerkeling erzählt im Film «Ich bin dann mal weg» von seiner Reise auf dem Jakobsweg. «Ich suchte Gott und landete immer wieder bei mir.» Wissen, wer man ist. Denn aus Reflektion öffnen sich Wege. Das sind Lebensaufgaben.

Zum ganzen Newsletter

Woche 34, 22. August, Thema: Wahrheit oder Wirklichkeit

«Das ist nicht die Sonne die untergeht, sondern die Erde die sich dreht.»

Tomte (Indipop Band aus Hamburg)

Wir sitzen gemütlich im Wohnzimmer und erzählen von den letzten Ferien. Jeder hat so seine Themen. Manchmal bedarf es einer Klärung. Wie es wirklich war. Jeder hat eine bestimmte Situation völlig verschieden erlebt. Sieht sie jetzt noch vor seinem inneren Auge. Und das haargenau! Wie es wirklich war ist meistens der Gegenstand von Krimis. Blicke ich zurück auf all meine gelesenen Krimis, so war selten der Verdächtige auch der Mörder.

Unser Auge lässt sich täuschen. Wer fotografiert, weiss das. Die Kamera bildet Objekte ab, wie sie wirklich sind. Schon oft war ich überrascht, als ich mir ein Foto später ansah. Genauso verhält es sich mit der Sonne. Sie geht nicht auf oder unter. In Wirklichkeit ist es die Erde, die sich dreht.

Wirklichkeit und Wahrheit. Recht haben wollen. Können wir überhaupt Recht haben? Das Bewusstsein, dass ich mich täuschen kann, hilft mir sehr, andere Meinungen stehen lassen zu können. Meistens lerne ich sogar etwas davon …

Zum ganzen Newsletter

Woche 33, 15. August, Thema: Korrektur möglich?

«Das Leben ist ein Zeichnen ohne die Korrekturmöglichkeiten des Radiergummis.»

(Oskar Kokoschka – österreichischer Maler und Schriftsteller)

Kennen Sie das? Sie erinnern sich an eine Begebenheit, die Sie erlebt haben. Ein peinliche. Eine dumme Bemerkung. Ein Missverständnis. Eine missglückte Situation. Man erinnert sich nicht gerne daran. Tiefes Einatmen, wenn man es innerlich nochmals durchlebt. Am liebsten würde man die Zeit zurückdrehen und nochmals von vorne beginnen. Nur eben mit der entsprechenden Korrektur. Schön wär’s!

Mein Supervisor spricht von Muskelkater. Von «psychischem Muskelkater». Eine mir bekannte Referentin für Lebensberatung sagte einmal: «Da müssen wir alle durch!» Das ist zwar keine Lösung, aber es wirkt beruhigend.

Wir gestalten unser Leben. Wir zeichnen es. Dieses Bild gefällt mir. Auch wenn ich mir manchmal einen Radiergummi wünsche, um Erlebtes, Ausgesprochenes etc. zu löschen. Allerdings muss ich offen gestehen, dass mir diese «special effects» auch helfen. Ich bin barmherziger mit andern denen ähnliches passiert. Menschlichkeit bringt uns einander näher. Vielleicht doch gut, dass es im Leben keinen Radiergummi gibt…

Zum ganzen Newsletter

Woche 32, 8. August, Thema: Unterschätzte Berufe

«Es ist einfacher, eine Nation zu regieren, als vier Kinder zu erziehen.»

Das sagt kein geringerer als Winston Churchill – einer, der massgeblich daran beteiligt war, dass der Zweite Weltkrieg zu Ende ging. Er wusste, was Herausforderungen sind. Vielleicht müsste man das Wort Kinder mit dem Begriff «lebendige Spiegel» ersetzen. Kindererziehung ist etwas ganz Nahes. Etwas Unausweichliches. Weil unsere Vorbildhaltung mit erzieht. Vielleicht sogar hauptsächlich erzieht.

Wissen Sie, was einen Krimi oder Roman spannend macht? Der Umgang der Protagonisten mit Herausforderungen. Vor einiger Zeit hatten diese Helden noch keine Fehler. Allein gegen den Rest der Welt. Helden wurden geboren, geformt und gepriesen …. Das ist heute anders. Helden haben heute auch Schwächen und müssen lernen, zu ihnen zu stehen. Eben lebensnaher. Dafür glaubwürdiger!

Kindererziehung. Eine andere Welt. Regeln werden «kindisch», werden ohne Lebenserfahrung gehört und ausgelebt. Leben in der Unlogik. Im Entdecken. Im Moment. In der Beziehung. In der authentischen Beziehung. Versagen und Emotionen inbegriffen. Lebensnah und unausweichlich. Ehrlich gesagt – regieren scheint wirklich einfacher …

Zum ganzen Newsletter

Woche 31, 1. August, Thema: Natürliches Wachstum

«Der Apfel fällt zwar nicht weit vom Stamm, jedoch kann aus ihm ein ganz neuer Baum entstehen.»

Wadim Korsch

Familientraditionen haben es manchmal in sich. Wenn der Vater Pfarrer, Lehrer, Geschäftsführer etc. ist, werden es die Kinder später auch. «So war es bisher, so wird es auch bleiben.» Sicher kennen Sie solche typischen und oft unausgesprochenen Traditionen und die damit verbundenen Erwartungen auch. Erwartungen sind stillschweigende Verträge. Sie stellen Forderungen, die der andere nicht weiss und oft nicht erfüllen kann. Solche Situationen bergen Konfliktpotential, was grosses Leid und verhärtete Haltungen hervorrufen kann.

Der Mensch wird in familieninterne Lebensstile und Traditionen hineingeboren und übernimmt vieles davon. Aus einem künstlerisch begabten Kind beispielsweise einen Buchhalter «machen» zu wollen, geht jedoch in der Regel nicht auf.

«Der Apfel fällt zwar nicht weit vom Stamm, jedoch darf aus ihm ein ganz neuer Baum entstehen.» so lautet meine Version dieses Spruches. Der Unterschied: Es «darf» etwas Neues entstehen. Dieses «darf» steht für mich für natürliches Wachstum. Sein dürfen, wie man ist. In der Aufgabe, die zu einem passt. Wachstum im eigenen Tempo. Schritte in der Grösse, wie man kann. Und es entsteht etwas.

Zum ganzen Newsletter

Woche 30, 25. Juli, Thema: Prägungen

«Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist; weiss ich, womit du dich beschäftigst, so weiss ich, was aus dir werden kann.»

Johann Wolfgang von Goethe

Bei obigem Spruch kommt mir eine Geschichte in den Sinn. Eine alte Geige kam mit vielen anderen Gegenständen zur Auktion. Am Schluss blieb sie allein übrig. Niemand wollte dafür bieten. Dann stand ein alter Mann auf, ergriff die Fiedel und spielte darauf eine wunderschöne Melodie. Alle im Saal staunten. Wenn der Meister dieses Instrument spielt, hört man dessen wahren Wert.

«Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau» – so ein Zitat von Pablo Picasso. Hinter jedem … steht … Wir alle kommen zur Welt und werden beeinflusst. Wir lernen. Wir schauen voneinander ab. Wir kleiden uns. Wir schminken uns. Wir orientieren uns an aus unserer Sicht wichtigen Menschen.

Von wem lassen wir uns letztendlich prägen? Das Bild des alten Mannes zeigt mir: Es gibt Menschen, die führen Gutes im Sinn. Sie erkennen unsere wahren Werte. Glauben an uns und sehen hinter unsere Kulissen. Sie wissen, was sie uns zutrauen können und was in uns steckt. Und es ist letztendlich ein Unterschied, ob man eine Kopie ist oder ob man eine Prägung hat …

Zum ganzen Newsletter

Woche 29, 18. Juli, Thema: Fähigkeiten

«Die Weisheit eines Menschen misst man nicht nach seinen Erfahrungen, sondern nach seiner Fähigkeit, Erfahrungen zu machen.»

George Bernard Shaw

«Wir suchen Sie!» Stelleninserate haben etwas sehr Direktes. Erwartungen werden ganz offen auf den Tisch gelegt. Komplexe Fähigkeiten sind gesucht. Mitarbeiter, die nicht nur schon «alles» erreicht haben, sondern noch viel erreichen wollen. Aus diversen Gesprächen weiss ich: Diese hohen Erwartungen lassen viele Entmutigte zurück. Wer soll diese Vorgaben erfüllen?

Was sind Fähigkeiten? Es gibt viele Menschen, die wissen, wie man etwas macht. Wie etwas sein muss. Sie wissen nur nicht, wie man es umsetzt. Andere wissen nicht so viel, sind nicht so hoch gebildet. Doch das, was sie wissen, setzen sie um. Sie haben die Fähigkeit, Erfahrungen zu machen und nehmen die Möglichkeit zu scheitern in Kauf.

Die Fähigkeit, Erfahrungen zu machen, haben wir in der Regel alle. Es ist viel mehr die Fähigkeit, sich etwas zuzumuten und sich zu überwinden, die uns oft fehlt. Wissen ist zwar Macht, doch etwas tun – und sind es nur kleine Schritte – ist in meinen Augen langfristig viel mächtiger!

Zum ganzen Newsletter

Woche 28, 11. Juli, Thema: Gedanken, die Ballaststoffe der Psyche

«Es wird immer gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht»

Hermann Hesse

Manchmal gehe ich auf dem Nachhauseweg vom Büro noch kurz bei der Bäckerei vorbei. Dort kaufe ich ein Vollkornbrot. Ballaststoffe sind mir wichtig. Dieses Brot trage ich zu Fuss nach Hause. Auf den ersten Blick keine besondere Herausforderung. Und doch. Je länger ich dieses Brot trage, desto schwerer erscheint es mir.

Vieles, das wir herumtragen, sieht man nicht. Man spürt es nur. Es ist, wie mein Vollkornbrot, auch «nahrhaft». Nur anders. Diese «Ballaststoffe» sind Herausforderungen, Verpflichtungen, Stress, Sorgen. Auch sie können schwerer und schwerer werden, je länger ich sie mit herumtrage. Wenn sie im Übermass vorhanden sind, können sie sich für Körper und Psyche wie eine angezogene Handbremse anfühlen. Und sie haben einen grossen Einfluss auf Lebensqualität und Beziehungen!

Wir unterschätzen manchmal, was in einem Menschen alles abgehen kann. Dort wo Unordnung herrscht, räumen wir in der Regel auf. Bei den Gedanken braucht es oft etwas mehr Überwindung. Vielleicht weil wir unsere Gefühle falsch einstufen? Weil es peinlich sein könnte? Gedanken gehören zu unserem Menschsein. Wir dürfen sie haben. Wenn sie jedoch anfangen, uns zu «haben», braucht es ein sich-bewusst-Werden mithilfe eines Coaches.

Zum ganzen Newsletter

Woche 27, 4. Juli, Thema: Über den Wert von erfolgreichen Freundschaften und echten Teams

«Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen.»

Balthasar Gracián y Morales

«Elf Freunde müsst ihr sein» dieses Zitat von legendären deutschen Fussballtrainers Sepp Herberger kennt man heute noch. Vor uns liegt das Finale der Fussball Euro 2016 (10. Juli). 24 Teams sind seit dem 10. Juni dran, sich zu messen. Zurück bleiben Siege, Niederlagen, Emotionen, Fragezeichen, verblichene und neue Stars.

Stars mögen spielentscheidend sein. Doch Stars mit Starallüren können Türen verschliessen. Weil andere zu sehr im Hintergrund bleiben, ohne Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln. «Der Star ist die Mannschaft» sagte ebenfalls ein deutscher Fussballnational Trainer: Berti Vogts. Auch in meinen Augen bedeutet Teamspiel Teil eines Ganzen zu sein. Freundschaft geht noch etwas weiter. Sie bedeutet Mitfreuen und (!) Mittragen.

Freundschaft kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen. Gerade der Teamsport zeigt sehr deutlich auf, was eine funktionierende Freundschaft alles (er)trägt. Zum Beispiel die Eigenheiten der anderen. Dumme Fouls, Fehlpässe, gelbe und rote Karten etc. Echte Teams teilen eben beides: Erfolg und Niederlagen im Sinn von «You’ll never walk alone» …

Zum ganzen Newsletter

Woche 26, 27. Juni, Thema: Das eine tun und das andere bleiben …

«Das Wunderbare am Menschen ist, dass er wohl derselbe bleibt, aber nicht der gleiche.»

Wilhelm Raabe

Es gibt Anekdoten, die vergisst man nicht. Zum Beispiel diese: Ein Pfarrer einer Kirchgemeinde stellte das Klavier eines Tages auf die andere Seite des Gottesdienst-Raums. Kurz darauf wurde er entlassen. Als er einige Zeit später die Kirchgemeinde besuchte, stellte er fest, dass das Klavier nun doch auf der von ihm vorgeschlagenen neuen Seite im Raum stand. Daraufhin fragte er seinen Nachfolger, wie er das den geschafft hätte. «Jeden Tag 5 mm» lautete dessen Antwort.

Veränderungen brauchen also ihre Zeit. Brauchen Zwischenschritte. Zeit zum Gewöhnen. Jeder Mensch verändert sich. Und dabei bleibt er halt doch der gleiche. Innere Haltungen, persönliche Werte und Erfahrungen sind es, die das Tempo von Veränderung bestimmen.

Sich auf Neues einlassen kann man dann, wenn man glaubt, nichts zu verlieren. Geschweige denn die eigene Persönlichkeit. Das eine tun und das andere bleiben …

Zum ganzen Newsletter

Woche 25, 20. Juni, Thema: Umwege, die Sinn machen.

«Wie du am Ende deines Lebens wünschest, gelebt zu haben, so kannst du jetzt schon leben.»

Mark Aurel

Meine Pensionierung liegt noch ein paar Jahre entfernt. Gefühlt näher kommt sie vor allem dann, wenn die AHV öffentlich diskutiert wird. Als 20-jähriger hatte ich mir nie Gedanken gemacht, was mit 50 oder später sein würde. Leben im Moment. Erst wo ich selbst betroffen bin, wird mir richtig bewusst, was dieses Alter alles mit sich bringt.

«Dann gehen wir auf Reisen» lautet der Plan vieler. «Dann werden wir …» Basis für diese Pläne sind unser heutiges Wohlbefinden und die automatisch erwartete Voraussetzung, dass dies immer so bleiben wird. «Wenn» und «dann» bergen Risiken in sich. Wer mit 50 hinfällt, steht langsamer wieder auf als mit 20. Dazwischen liegen Jahre, die ihre Spuren hinterlassen.

«Wie du am Ende deines Lebens wünschest, gelebt zu haben». Dieser Umweg über unsere Endlichkeit macht uns den Wert und die Einzigartigkeit des Lebens bewusst und macht vieles sofort wertvoller. Rund um die Uhr im Hier und Jetzt!

Zum ganzen Newsletter

Woche 24, 13. Juni, Thema: Spuren hinterlassen

«Für alle Genres gilt: nicht kopieren, sondern anders sein. Am Ende des Tages zählt es, eigene Fussspuren zu hinterlassen und nicht in denen anderer zu wandeln.»

Manfred Voss (Fotograf)

Für den deutschen Fotografen Manfred Voss ist anders sein wichtig. Denn er weiss, um in der Masse aufzufallen, braucht es Originalität. Wir leben in einem Zeitalter, in dem dank den Smartphones überall vieles fotografiert wird. Im Jahr 2013 wurden pro Tag über 350 Mio. Fotos auf das soziale Netzwerk Facebook hochgeladen. Wie kann man in dieser Masse sichtbar Spuren hinterlassen? Denn wer gestaltet, braucht Feedbacks.

Fotografen wissen: Eine Landschaft ist in dem Moment, wie sie ist und kann in den wenigsten Fällen umgebaut werden. Es sei denn, unsere innere Landschaft gestaltet. Stellt die äussere mit ihrer einzigartigen Sichtweise dar. Originalität ist das, was auffällt – und gesucht wird.

«Du willst anders sein? Andere gibt’s schon genug.» sagt der deutsche Moderator, Zauberkünstler, Kabarettist, Comedian und Schriftsteller Eckart von Hirschhausen. Was nun? Anders sein und jetzt doch wieder nicht? Es geht nicht darum, andere zu kopieren. Vorbilder sind motivierend und fördernd, so lange wir «bei uns» bleiben. Mit «bei uns bleiben» überzeugen wir am meisten. Überzeugen wir überhaupt.

Zum ganzen Newsletter

Woche 23, 6. Juni, Thema: Was noch zu tun bleibt

«Man merkt nie, was schon getan wurde, man sieht immer nur, was noch zu tun bleibt.»

Marie Curie

Aktive Menschen planen gern. Sie sehen die Arbeit, sehen, was noch getan werden muss. Wer zum Beispiel eine Firma oder einen Verein führt, möchte vorwärtskommen. Man definiert Ziele, überschlägt die Kosten und sucht nach möglichen Wegen. Ist ein Ziel erreicht, wird es, je nach «Kultur», vielleicht kaum wahrgenommen und geschätzt. Weil schon wieder das nächste Ziel ansteht.

Wachstum erfordert Einsatz und manchmal auch Opfer. «Glaube an dich und deine Möglichkeiten» – ist einer der Sätze, die von Motivationstrainern gerne verwendet werden. Ziel: Noch mehr Leistung. Es gehört wohl zu uns, dass wir «den Brunnen erst schätzen lernen, wenn er leer ist» (deutsches Sprichwort).

Wenn wir immer nur sehen, was noch zu tun bleibt, trocknen unsere «Gewässer» aus. Ob Nahrung oder Wertschätzung – der Mensch braucht beides. Zum Leisten und auch ganz einfach zum Sein.

Zum ganzen Newsletter

Woche 22, 30. Mai, Thema: Was ist Erfolg?

«Was braucht man, um erfolgreich zu sein? Unwissenheit und Selbstvertrauen.»

Mark Twain

«Gleis 2, halbstündlich, immer ‘43 und ‘23.» Wer sich mit dem Zug auf eine Reise begeben wollte, fragte Peter (Name geändert). Kaum gefragt, kam die Antwort. Er kannte die meisten Bahnhöfe der Schweiz. Die Gleise. Die Abfahrtszeiten. Seine Trefferquote war hoch. Er hatte eine spezielle Körperhaltung, einen speziellen Gang, war «einfach gestrickt“ und darum vielleicht in einem gewissen Mass über sein eigenartiges Äusseres unwissend. Doch dank seinen ausserordentlichen Kenntnissen war er sozial voll dabei.

Hand aufs Herz: Kämen Sie auf die Idee, sich die Fahrzeiten und Geleise in den Schweizer Bahnhöfen zu merken? Diese Kenntnis führte natürlich immer mal wieder zum einen oder anderen Witz. Peter wurde belächelt. Doch er hatte das nötige Selbstvertrauen. Weil er es uns immer wieder zeigte. Uns verblüffte. Er war eine biologische Applikation (App). Aus Schmunzeln wurde Respekt.

In meinen Augen ein voller Erfolg!

Zum ganzen Newsletter

Woche 21, 23.Mai, Thema: Berufung finden

«Jeder Morgen ist eine neue Berufung»

(Martin Buber)

Eine Berufung finden – wie geht das? Grundsätzlich brauchen wir a) Impulse von aussen, und b) die eigene Bereitschaft, Neues zu entdecken. Wir gehen der unwegsamen inneren Unruhe nach. Berufung hat mit uns und unseren Fähigkeiten und Interessen zu tun. Mir fällt da Mutter Teresa ein. Um bewusst in Armut zu leben, braucht es eine Berufung. Oder Dayle Carnegie, Autor des Sachbuchbestsellers «Wie man Freunde gewinnt» und bekannter Unternehmensberater. Er hat «ganz unten» angefangen und an das Leben und an die Menschen geglaubt.

Berufung lässt uns Dinge tun, die das Normale überschreiten. Lässt uns auffallen. Im guten wie vielleicht im schwierigen Sinne. Wer für etwas berufen ist, geht seinen eigenen Weg. Auch ohne Zustimmung vom sozialen Umfeld. Die innere Unruhe lässt sich nicht verdrängen. Sie schafft sich Priorität. Da ist diese Überzeugung und vielleicht bereits ein konkretes Ziel. Berufung muss gelebt werden. Ob grosse oder kleine Welten bewegend. Jeden Morgen neu.

Zum ganzen Newsletter

Woche 20, 16. Mai, Thema: Gemeinsam unterwegs sein – Team (er)leben

„Behandle die Menschen so, als wären sie, was sie sein sollten, und du hilfst ihnen zu werden, was sie sein können!“

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Vielleicht ist obige Denkart eines der Geheimnisse, die eher unbekannte Spieler zu einer Meistermannschaft formte. Notabene in einem Land, in dem Millionen für teure Fussballer ausgegeben werden. Da kommt ein Kleinklub, der regelmässig gegen den Abstieg zu kämpfen hat und wird Meister. Nun arbeiten Journalisten und Analysten daran, herauszufinden, wie es dazu kommen konnte. Meister zu werden mit Spielern, die bisher in verschiedenen Klubs herumgereicht wurden oder ihr Geld in der 5. Liga verdient hatten. Spieler, die mit nur 1.69 Meter Körpergrösse Kopfballtore erzielten.

«Ich will keine grossen Namen hier. Wir brauchen gute Spieler, aber diese müssen alle den gleichen Spirit haben» sagt der Trainer Claudio Ranieri. Das klingt nach einem ausgeglichenen Team. Nach «jeder für jeden». Nach Wertschätzung für jeden, der dabei ist. Mit dem, was er hat und mit dem, was er entwickeln kann. Unterwegs vom Ist zum Soll. Teamgeist (er)leben. Statt einsame Stars, erfolgreiches Teamwork. Eine Regel, die nicht nur beim Fussball stimmt.

Zum ganzen Newsletter

Woche 19, 9. Mai, Thema: Helfen: Investition in die Zukunft!

«Wenn dein Nachbar hungert, kommen seine Mäuse in deinen Keller.»

Hans Kaspar deutscher Schriftsteller (1916 – 1990)

Jemandem seine Hilfe anzubieten, hat immer verschiedene Seiten. Man kann jemanden zur Abhängigkeit «erziehen» oder aber ihn ermutigen und stärken, im Sinne von «Hilfe zur Selbsthilfe». Wie können wir helfen? Das ist eine der wichtigsten Fragen, im Zusammenhang zum Beispiel mit Flüchtlingen. Das Ziel muss sein, jemandem zumindest das Leben zu ermöglichen. Ein zumutbares Heim, Essen und, wenn möglich, auch einen Job. Grundbedürfnisse müssen gedeckt sein.

Obiges Zitat unterstützt die Haltung, Grundbedürfnisse zu erfüllen. Sind diese nicht erfüllt, greifen nicht nur wir Menschen zu Ausnahmehandlungen. Wegsehen geht langfristig nicht auf. Der Nächste ist uns eben viel näher, als es uns oft bewusst ist.

Ganzer Newsletter lesen

Woche 18, 2, Mai, Thema: Das Richtige tun

«Es ist wichtiger, das Richtige zu tun, als etwas richtig zu tun.»

Peter F. Drucker (US-amerikanischer Ökonom österreichischer Herkunft.)

«Das Richtige tun» hat für mich viel mit Empathie zu tun. Mit Erfahrung und mit Mut. Ein Beispiel: Ich erinnere mich, als Facebook gross aufkam, wurde vielen Unternehmen gesagt, wenn sie nicht mitmachten, würden sie in zwei Jahren «weg vom Fenster» sein. Viele Berater liessen sich im Sog der Erfolgswelle von Facebook zu diesen druckauslösenden Aussagen hinreissen, ohne die Situation mit Empathie und Erfahrung zu beurteilen. Nicht jedes Unternehmen muss jeden Trend mitmachen, wie man heute sieht. Das Richtige zu tun, orientiert sich nicht zwingend an jedem Trend.

Wenn wir mitten in einer langwierigen Arbeit stehen und sie endlich abschliessen möchten: Da steht der Mitarbeiter in der Tür oder es kommen die Kids und haben noch eine «dringende» Frage. Kaum gestellt, wissen wir, wenn wir uns darauf einlassen, können wir unsere Arbeit für die nächste Zeit vergessen. Was tun? Es geht um Vertrauen, welches nur langfristig aufgebaut, aber schnell verspielt werden kann. Das Richtige zu tun, orientiert sich am Moment, an der jeweiligen Situation, an einem Projekt oder einem Menschen, indem wir ihnen den angemessenen Wert gegen, gegebenenfalls mehr Wert als unseren eigenen Plänen.

Zum ganzen Newsletter

Woche 17, 25. April, Thema: Ruhm einordnen können

«Ruhm ist der Geist eines Menschen, der im Denken anderer Menschen weiterlebt.»

William Hazlitt – (1778 – 1830), englischer Essayist

Auf der Suche nach Ruhm laufen wir Menschen zu Höchstleistungen auf. In vielen Ländern wird der Superstar gesucht. Von überzeugend vorgetragenen Songs bis hin zu Tanzeinlagen und den beein- druckendsten Akrobatikkunststücken – das Staunen und die Bewunderung sind gross. An Kreativität fehlt es nicht. Respekt vor diesen Leistungen! Den Durchbruch schaffen und ganz vorne mit dabei sein, dafür tun wir vieles.

Robert B. Oxnam, bekannt als der Mann mit den 11 Persönlichkeiten, erzählt in seinem Buch «Ich bin Robert, Wanda und Bobby» von einer Begegnung mit seinem Grossvater: Der kleine Robert findet es cool, dass sein Opa einmal auf der Titelseite des TIME Magazin abgebildet ist. «Ja, Robbey» antwortet der Opa dem Jungen, «es ist toll, dort auf der Titelseite zu erscheinen. Wer war schon wieder letzte Woche drauf?» Der kleine Robert konnte sich nicht mehr erinnern. Sein Opa lächelt. Robert hat eine wichtige Lektion über die Flüchtigkeit von Ruhm gelernt.

Ruhm zu erreichen, ist schwer. Ihn zu halten, noch schwerer.

Zum ganzen Newsletter

Woche 16, 18. April, Thema: Umgang mit Freiheit

«Als ich aus der Zelle durch die Tür in Richtung Freiheit ging, wusste ich, dass ich meine Verbitterung und meinen Hass zurücklassen musste, oder ich würde mein Leben lang gefangen bleiben.»

Nelson Mandela

Frei sein. Endlich tun und lassen, was man will. So ungefähr würde ich das Gefühl beschreiben, als ich meine erste eigene Wohnung bezogen hatte. Und damit kamen überraschend auch andere Gefühle. Wie ist das nun mit der Musiklautstärke? Darf ich jetzt so laut aufdrehen, wie ich will? Wie weit hört man meine Musik – und damit meine Interessen? Will ich das? Und wie ist das mit der Ordnung? Muss ich wirklich selbst putzen? Auch vor der Haustüre? Ich realisierte: Freiheit hat nebenbei auch mit Verpflichtungen und Grenzen zu tun …

Zurück zu Nelson Mandela. Während ich mich mein Leben lang meistens frei bewegen konnte, war er über 27 Jahre in politischer Gefangenschaft. Er hat Freiheit anders definiert als ich. Für ihn war sie in erster Linie eine Frage des Innenlebens und der Beziehung zu anderen Menschen. Dem Frieden mit seiner eigenen Geschichte. Denn herrscht dort keine Freiheit, kann sie auch äusserlich nicht gelebt werden…

Zum ganzen Newsletter

Woche 15, 11. April, Thema: Schönheit entdecken

Wissen Schmetterlinge eigentlich, wie schön sie sind?

(Andreas Räber)

Schmetterlinge sind doch unglaublich schön! Kürzlich habe ich mich selbst wieder neu davon überzeugt. Im Papiliorama in Kerzers. Die Faszination eines der schönsten Präsentationsobjekte einer abwechslungsreichen Natur. Vielfalt, bunte Farben, Leichtigkeit und Wandlung. Von der pummeligen Raupe zum Falter bzw. zum eleganten Schmetterling.

Schönheit lässt sich auf verschiedene Art und Weise erleben. Man hat sie oder man tut etwas dafür. Für äussere Schönheit zum Beispiel mit Kleidung, Schminke und Accessoires. Oder für innere Schönheit im Umgang mit Menschen, mit dem Leben, mit Herausforderungen. Mit den Waffen der Hoffnung und des Friedens und einem Lächeln Menschen ermutigen und unterstützen.

Während äussere Schönheit irgendwann vergeht, wächst die innere stetig. Wenn wir begriffen haben, dass wir alleine in dem, dass es uns gibt, 100 % wertvoll und schön sind. Ohne uns würde ein ganz spezifischer Beitrag in dieser Welt fehlen. Das zu erfassen und anzuerkennen, ermöglicht Wachstum von innen her.

Zum ganzen Newsletter

Woche 14, 4. April: Thema: Lebensstile

«Dance of two lifestyles»

(Der Tanz von 2 Lebensstilen, Rachel Shiffron, Israel, Referentin bei ICASSI)

«Das machen wir seit Jahren so» «Das hat sich bewährt!» Dies sind Aussagen, die keine Änderung zulassen. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Leben unseren Alltag und halten ihn manchmal bewusst grau. Routinierte Abläufe haben etwas Gutes. Sie sind sehr wichtig für unser Sicherheitsgefühl. Wenn ich mal am Abend nicht noch kurz mit dem Hund draussen war, fehlt mir etwas.

Lebensstil beinhaltet Gefahren und Chancen zugleich. Gelernt ist gelernt. Deshalb geht es weiter im gleichen Trott. Ich erarbeite mir zahlreiche Prinzipien, um den Alltag möglichst gut und angenehm zu meistern. Prinzipien, die mit meinem angelernten und anerzogenen Lebensstil zu tun haben. Das ist o.k. so. Solange ich von meinen Mitmenschen nicht das Gleiche erwarte. Denn auch sie haben einen Lebensstil, den sie für richtig halten. Für Spannung ist also gesorgt. Vielfalt macht bekanntlich reich. Verschiedene Handlungsweisen und anderes Denken halten uns geistig fit und lassen uns Wertvolles und Neues entdecken. Sofern wir uns darauf einlassen…

Zum ganzen Newsletter

Woche 13, 28. März, Thema: Loslassen lernen

Nur mit leeren Händen kann man nach Neuem greifen.

(Quelle: aphorismen.de)

Der Besuch im Shopping Center zeigt – wir können uns heute so vieles leisten. Wohlstand, den wir uns erarbeitet haben. Den wir geniessen können und auch dürfen. Wohlstand. Volle Hände. Wie vieles davon brauchen wir wirklich? Ich gebe zu, Einkäufe mit leerem oder mit vollem Magen unterscheiden sich bei mir merklich. Leerer Magen = voller Einkaufswagen und umgekehrt. Wo der Raum schon ausgefüllt ist, hat nichts anderes mehr Platz. Um sich auf Neues einlassen zu können, muss zuerst Altes losgelassen und wieder Raum geschaffen werden.

Das klingt sehr einfach. Die Praxis lehrt uns jedoch oft etwas Anderes. «Nachdem sie damals ausgezogen ist, bin ich jeden Tag in ihr Zimmer gegangen und habe geweint. Es brauchte fünf ganze Jahre, bis ich ihr Zimmer verändern konnte.» Dieses Zitat stammt von der Rocksängerin Suzi Quatro, als Ihre Tochter Laura ausgezogen war. Loslassen braucht Zeit. Und es geht besser, wenn wir uns bewusst sind, dass alles seine Zeit hat und man nur mit leeren Händen nach Neuem greifen kann.

Zum ganzen Newsletter

Woche 12, 21. März, Thema: Jeder dritte Job ist sinnlos

«Arbeit um der Arbeit willen ist gegen die menschliche Natur.»

(John Locke – einflussreicher englischer Philosoph und Vordenker der Aufklärung)

«Gegen die menschliche Natur». Es gibt durchaus Arbeiten, zu denen wir uns überwinden müssen. Aber bloss nicht ausschliesslich so arbeiten! Von Montag bis Freitag oder noch länger. Diese Vorstellung erinnert an negative Stimmungen im Klassenzimmer oder im Elternhaus. Und sie erinnert an Menschen, die aufgrund von Armut und mangelnder Bildung sinnlose Jobs annehmen müssen. Fliessbandarbeit. Dauerhafte negative Stimmung, die verhindert, sich konstruktiv entwickeln zu können. Eben «gegen die menschliche Natur».

Ich erinnere mich an eine Studie, mit der belegt werden sollte, dass Kinder aus sozial armen Verhältnissen es später schwerer hätten, zu anspruchsvollen Jobs zu kommen. Man befragte alle Kids einer Klasse mit diesen Voraussetzungen. Jahre später ging man den gleichen Menschen wieder nach und stellte fest, dass die befragten Kids alle in Berufen als Arzt, Ingenieur, Rechtsanwalt etc. tätig waren. Dieses Resultat erstaunte die Forscher. Die ehemalige Lehrerin sah den Grund für diesen Erfolg darin, dass sie jedes Kind, so wie es war, für sich angenommen und geliebt hatte. Eben «für die menschliche Natur …»

Zum ganzen Newsletter

Woche 11, 14. März: Scheitern als Chance sehen

«Ich bin nicht gescheitert – ich habe 10.000 Wege entdeckt, die nicht funktioniert haben.»

(Thomas Alva Edison)

Wie viele Wege haben Sie schon entdeckt, die nicht funktioniert haben? Wenn ich zurückdenke, waren es bei mir einige. Auch heute bin ich diesbezüglich immer noch sehr kreativ. Und vor allem war mir bisher nie so bewusst, dass Scheitern durchaus gute Seiten hat … Zumindest, wenn ich die Aussage von Edison auf mich beziehe. Und er wirkt glaubhaft. Ihm verdanken wir zum Beispiel die Erfindung des elektrischen Lichts, der Glühbirne.

Ist es nicht so, dass wir vieles nicht mehr weiterverfolgen, weil wir es als gescheitert eingestuft haben? Passiert ist passiert. Wir können es nicht mehr ändern. Dabei würde Erlebtes helfen, uns in einer ähnlichen Situation anders zu verhalten. Scheitern bietet enorm wertvolles Potenzial. Doch wenn wir etwas als missglückt erleben und einstufen, bleibt es links liegen.

Hätte Edison seine Versuche trotz Scheiterns nicht weitergeführt und wäre er nicht bereit gewesen, weiter zu forschen, wäre es in unserer Welt vielleicht länger dunkel geblieben …

Zum ganzen Newsletter

Woche 10, 7. März, Thema: Vorbereitet sein

Klug ist jeder – der eine vorher, der andere nachher

(Entdeckt auf einer Holz-Tafel im Südschwarzwald)

Was bedeutet Klugheit? Man kann klug sein oder es werden. Das Leben erspart uns diesen Prozess leider nicht. Ob und wie wir es wirklich werden, das bestimmen zu einem grossen Teil wir selbst …

Doch halt. Was bedeutet Klugheit in der Praxis? Was ist, wenn man einfach ausgeliefert ist? Zum Beispiel bei einem Stellenabbau. Das Leben lehrt uns, dass nichts beständig ist. Wir können nicht alles verhindern. Aber uns vorbereiten. So gut es geht.

Lebensbalance. Das eine tun und das andere nicht lassen. Im Moment leben, ihn geniessen und trotzdem vorausdenken. Wahrnehmen und handeln. Das ist unser Beitrag.

Zum ganzen Newsletter

Woche 9, Thema: Umgang mit Kritik lernen

«Wenn ich übers Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker: „Nicht mal schwimmen kann er!“»

Berti Vogts (ehem. Deutscher Fussballer und Trainer)

Obiges Beispiel von Berti Vogts ordne ich vielen Kritiken zu. Man kann sie nicht ernst nehmen. Punkt. Einfach etwas zu kritisieren, weil man selbst mit etwas Mühe hat oder weil man gar neidisch ist, entwickelt sich zum Eigentor. Zu Unglaubwürdigkeit.

Kritik soll ein Feedback sein, das Menschen letztendlich voranbringt. Insbesondere bei schriftlichen Kritiken lohnt es sich, den Text zuerst etwas ruhen oder gegenlesen zu lassen. Dem Schriftsteller Mark Twain passierte es öfter, dass ihm der Hut hochging. Der Erzählung nach schrieb er oft Briefe, «dass selbst das Papier errötete». «Was Sie brauchen, ist eine Bestattungserlaubnis» ist eine Passage aus einem solchen Brief. Viele dieser Briefe wurden von seiner Frau abgefangen und entsorgt. (Quelle: Buch «Wie man Freunde gewinnt»)

Otto von Bismarck brachte es auf den Punkt: «Ich bin dankbar für die schärfste Kritik, solange sie nur sachlich bleibt». Sachliche Kritik nützt allen und wird auch ernst genommen.

Zum ganzen Newsletter

Woche 8, Thema: Bedeutung haben

«Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt»

(Erich Fried, österreichischer Lyriker, Übersetzer, Essayist jüdischer Herkunft)

Bedeutung haben. Als Kleinkind war es für uns wichtig, unseren Eltern etwas zu bedeuten. Deren Zuneigung, Aufmerksamkeit und Zeit war Massstab über unseren Wert in ihren Augen. Diese Bewertung ist keine Frage des Alters.

«Die Welt für jemanden sein» heisst: Für jemanden so wertvoll sein, dass er oder sie sich bewusst Zeit für uns nimmt. Auch oder besonders in Stressmomenten. Jemand, der uns wahrnimmt und spürt. Wichtig sein ist der eine Teil, wichtig werden der andere Teil einer Beziehung. Beides geht Hand in Hand.

Wichtig werden heisst: «Mit den Augen des Anderen sehen, mit seinen Ohren hören und mit seinem Herzen fühlen lernen» Wenn wir geben, bekommen wir auch. Das ist ein offenes Geheimnis …

Zum ganzen Newsletter

Woche 7, Thema: Signale wahrnehmen

Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern.

(Sprichwort der Xhosa – © WWF)

Was hat diese afrikanische Weisheit mit dem heutigen Hauptthema Signale zu tun? Es geht um die Quelle. Den Ursprung jeder Handlung. Vieles fängt klein an. Ein Same wird gesät. Daraus wächst langsam eine Pflanze heran. Oder ein Stein kommt ins Rollen. Er kann einen Erdrutsch auslösen. Das Geheimnis liegt darin, frühzeitig zu erkennen, was abläuft. Anhand erster Signale. Dies fordert von uns Bereitschaft, Aufmerksamkeit und Sensibilität.

«Achte auf deine Gedanken und Gefühle, denn sie beeinflussen dein ganzes Leben» (Sprüche Salomos). Mancher Gedanke fängt klein an, wächst immer mehr und bringt schlussendlich eine ganze Lawine ins Rollen. Positiv oder negativ. Im Stillen oder im Lauten.

Gedanken prägen uns von Kindheit an. Aufbauende wie destruktive. Sie stehen am Anfang aller Handlungen und bestimmen weitere Wege. Und genau dort, ganz am Anfang, kann Veränderung greifen.

Veränderungen, auch wenn sie noch so klein beginnen, können Grosses bewirken.

Zum ganzen Newsletter

Woche 6, Thema: Die guten alten Zeiten …

«Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen.»

(Peter Ustinov)

Ein Thema dieses Anstubser-Newsletters sind Kompetenzen. Im Fachjargon spricht man von Soft- und Hardskills. Softskills = Empathie, soziales Verhalten etc. Hardskills = Fachkenntnisse. Kompetenzen bauen wir in unserem Leben nach und nach auf. Aus Erlebtem entsteht Erfahrung. Aus Erfahrung erwachsen je nach Reflexionsbereitschaft wertvolle Kompetenzen.

Kompetenzen haben eine ganz besondere Eigenschaft: Wenn man sie einsetzt, werden sie zum Gewinn! Werden noch besser. Es ist ein Kreislauf: Einsetzen, reflektieren, verbessern, einsetzen … Damit gestalten wir Leben! Und das definitiv mehr, als es uns bewusst ist!

Zum ganzen Newsletter

Woche 5, Thema: Den Unterschied ausmachen

Feel the difference, make the difference!

(Andreas Räber)

Jeder Mensch hat etwas, das ihn ausmacht. Davon bin ich überzeugt. Und was machen wir? Wir fangen an zu vergleichen. Orientieren uns nach aussen. Wollen zur Kopie werden, weil wir uns davon etwas versprechen. Schliesslich hat der andere ja Erfolg damit. «Die meisten Nachahmer lockt das Unnachahmliche.» sagt Marie von Ebner-Eschenbach. Orientierung an etwas, das nicht erreichbar ist. Als Original geboren werden, als Kopie …

Kurskorrektur. Um Originalität zu erkennen, braucht es oft Mitmenschen. In der Individualpsychologie spricht man von Ermutigung. «In deinen Zeichnungen erkenne ich die Liebe zum Detail» oder «Die Zusammenarbeit mit dir gibt mir eine innere Sicherheit». (Quelle: Akademie-ip.ch) Menschen und sich selbst entdecken. Feel the difference, make the difference!

Den ganzen Newsletter lesen.

Woche 4, Thema: Auf der Suche nach einem Lebenssinn

«I still haven’t found what I’m looking for»

(Irische Popgruppe U2)

Zum Thema Sinn fällt mir die TV-Werbung von Sunrise ein. Ein Bub, der erwachsen wird und in verschiedenen abgebildeten Lebenssituationen steht. Fazit dieser Situationen ist jeweils die Aussage «Das macht Sinn!» Sunrise hat mit diesem Werbespot auf ein Angebot hingewiesen, das Sinn machen soll. Doch was macht wirklich Sinn?

«Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben.» sagte Alexis Carell, ein französischer Chirurg, Biologe und Anatom. Eine spannende Aussage von einem, der hauptberuflich Leben verlängert. Ob er aufgrund von Gesprächen mit seinen Patienten zu dieser Schlussfolgerung kam? Offensichtlich trifft er den «Sinn der Sache». Dem Leben einen lebenswerten, einen besonderen Inhalt zu geben.

Zum ganzen Newsletter

Woche 3, Thema: Leben verändern können, aber wie?

«Nur wer sich ändert, bleibt sich ständig treu»

(Wolf Biermann)

Bei der Suche nach einem passenden Zitat zum Thema «Verändern» ist mir aufgefallen, dass die meisten zitierenden Persönlichkeiten davon ausgehen, dass Veränderung glücklich macht. Das finde ich spannend. Weil ich Menschen (auch mich selbst) oft so erlebe, dass Veränderung zuerst als unangenehm eingestuft wird. Wolf Biermann sieht es so: «… bleibt sich ständig treu». Verändern und trotzdem konstant bleiben. Ein spannender und doch lebensnaher Vergleich. Am Ende gar eine gewinnbringende Sichtweise?

«Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.» sagte Gustav Heinemann (deutscher Politiker und der dritte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland). Das klingt herausfordernd. Veränderung kann dann geschehen, wenn wir uns auf sie einlassen …. und uns trotzdem treu bleiben können.

Zum ganzen Newsletter

Woche 2, Thema: Am Anfang und doch mitten drin

«Ich stehe ganz am Anfang»

Die Begründung «Ich stehe ganz am Anfang» erlaubt es mir, mehr Fehler zu machen. Ich appelliere damit um mehr Verständnis von meinen Mitmenschen. «Ich habe das noch nie gemacht.» geht in eine ähnliche Richtung. Am Anfang eines Jahres wissen wir nicht, was kommen wird. 2015 hat uns gelehrt, es ist viel Neues und Unbekanntes möglich. Nie gemacht heisst nicht, dass es kein erstes Mal gibt.

«Ich bin unterwegs.» diese Aussage gefällt mir besser. Sie signalisiert a) die Bereitschaft, Neues zu lernen, b) das Verständnis, dass auch mal etwas schiefgehen kann und c) das Bewusstsein, ich habe schon etwas zu bieten und: Ich habe das erkannt!

Unterwegs sein bedeutet, sich auf etwas einzulassen. Aktiv zu sein. Sich nicht herauszunehmen. Zeitlich mögen wir in vielen Projekten am Anfang stehen. Ein bewusster Blick auf unseren bisherigen Lebensweg zeigt aber, in Sachen Kompetenzen stehen wir schon lange nicht mehr am Anfang!

Zum ganzen Newsletter

Woche 1, 2016, Thema: Am Anfang eines Jahres

«Getragen» zum Ziel

(Andreas Räber)

Erinnern Sie sich? Wir Menschen sind zielorientierte Wesen, so lehrt es uns die Individualpsychologie. Ich gebe offen zu, ein Tag, eine Woche, ein Jahr ohne Ziel ist für mich eine grosse Herausforderung. Luftleerer Raum. Warum? Ziele machen etwas messbar. Ziel erreicht oder Ziel nicht erreicht. Anders ausgedrückt: Ich bin gut oder ich habe Potenzial. Viele Ziele sind zu hoch. Das kann zu einem Murks werden. Krampfhaft unterwegs, begleitet vom Gefühl, nicht zu genügen.

Als Coach sehe ich das so: Zuerst den Menschen. Seine Einzigartigkeit. Seine Sichtweisen und Möglichkeiten. Dann seine Visionen. Daraus werden realistische Massnahmen und erreichbare Zwischenziele erarbeitet (die allzu oft vergessen werden). So werden Wege gangbar, Ziele erreicht und es entwickelt sich immer mehr Motivation. Realistisch unterwegs sein, «getragen» zum Ziel.

Den ganzen Newsletter sehen und lesen.

Woche 53, Thema: Planung

Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist sie zu gestalten.

(Willi Brandt)

Jahresende. Was bedeutet dieses Wort für Sie? Ich entdecke bei mir eine gewisse Tradition. Spengler Cup und spannende Filme im Fernsehen. Das klingt nach purer Unterhaltung. Passiv sein. Die biologische Festplatte runterfahren. Auf Stand-by schalten. Die Natur lebt uns in dieser Zeit Regeneration vor. Planen braucht erstmals Erholung. Ruhezeit ist Stärkezeit. Erholung weitet unseren Blick für neue Möglichkeiten und Visionen. Erst dann den Reaktor wieder hochfahren. Die Planung kann beginnen. Leben oder gelebt werden. Zukunft gestaltet man, nicht vergessen, aktiv und passiv.

Den ganzen Newsletter sehen und lesen.

Woche vom 20. Dezember, Thema: Return of Investment

Liebe kennt keinen Return of Investment

(Andreas Räber)

Return of Investment, kurz RoI, ist in sich berechnend. Ich setze ein Kapital ein und überprüfe die Rendite. So ist es in der Businesswelt üblich. Was für die Wirtschaft (in einem gesunden Rahmen) völlig o.k. ist, geht in Sachen Liebe nicht auf. Hier gilt: Investieren, ohne zu erwarten. Das klingt wenig reizvoll. Oder nicht? Invest ohne RoI? Wozu dann? Investieren mit Erwartungen fördert insbesondere bei Beziehungen Enttäuschungen. Heisst das, ich soll nur noch geben? Nein! Wenn wir geben können, sollten wir es tun. Dann weht ein Hauch von Weihnachten. Weil es konkret wird. Und an Weihnachten, so lehrt es unsere christliche Kultur, wurde Gott auch konkret…
Zum ganzen Newsletter.

Woche vom 13. Dezember, Thema: Aufbruchstimmung

Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern, als ein Atom.

(Albert Einstein)

Jahr 0: Bewegung und Aufbruch. Volkszählung. Uns fremde Menschen haben einen Aufbruch in ihre Heimatstadt gewagt. Darunter die schwangere Maria mit ihrem Partner Josef. Die Geburt des Christkindes an Weihnachten. Das hat Menschen bewegt. Welt wurde verändert. Neu definiert.

2015: Bewegung und Aufbruch. Uns fremde Menschen haben einen Aufbruch in eine ihnen unbekannte Welt gewagt. Das hat uns bewegt. Innerlich und manchmal auch äusserlich. Welt wurde verändert. Wurde Europa neu definiert?

Gilt was bisher war nicht mehr? Aufgezwungene Veränderung? In Stresssituationen greifen wir auf «Bewährtes» zurück. Auf vorgefasste Meinungen. Auf Erfahrungen. Erfahrungen sind Gold wert, wenn sie auch Neues zulassen und: wenn sie Leben fördern. Die Basis für erfolgreiche Veränderung.

Zum ganzen Newsletter

Woche vom 7. Dezember 15, Überwinden können

Die Kunst zu leben besteht darin zu lernen, im Regen zu tanzen, anstatt auf die Sonne zu warten.

Es gibt Momente, da werden wir einfach überrollt. Die Medien sind voll mit Nachrichten, die an unserer oft sonst schon beschränkten Kraft zerren. Plötzlich kommt noch Beziehungsstress dazu und am Arbeitsplatz kann es auch wieder nicht schnell genug gehen. Das Mass ist voll. Manche Dinge können wir nicht ändern. Das gilt auch in Beziehungen. Nicht selten nagen wir an den ewig gleichen Problemen. Wir möchten überwinden. Die Spannungen los sein. Manchmal denke ich, dass allein der konstruktive Umgang mit diesen Herausforderungen schon eine Überwindung ist. Lernen, im Regen zu tanzen. Regen bedeutet auch Wachstum. Spannungen auch. Zumindest, wenn wir uns darauf einlassen (können) …

Zum ganzen Newsletter

Zum Blog «Die Kunst zu leben besteht darin, zu lernen, im Regen zu tanzen, anstatt auf die Sonne zu warten»

Woche vom 30. November, Thema: Leben gestalten

«Some day we will die, Snoopy» sagt Charlie Brown in einem Cartoon zu seinem Hund. «True, but all the other days we will not»

Der gute alte Charlie Brown und sein Hund Snoopy. Als ich diesen Cartoon (zu Deutsch «Eines Tages werden wir sterben, Snoopy» sagte Charlie Brown. «Das ist wahr, aber an all den anderen Tagen werden wir nicht») gelesen hatte, musste ich lachen. Ist es nicht so, dass wir uns manchmal vor lauter Angst vor irgendetwas alles andere nicht mehr sehen? Jemand erzählte mir kürzlich, im Talmud stehe, wir würden uns vor Gott dafür verantworten müssen, wenn wir das Leben nicht genossen haben. Staun! Leben ist einzigartig und will darum bewusst gestaltet werden. Direkt zum ganzen Newsletter

Woche vom 23. November, Thema: Durchhalten

«By endurance we conquer» (Mit Durchhalten zum Erfolg)

Sir Ernest Shackleton

Dies ist ein Leitspruch des Südpolforschers Sir Ernest Shackleton. Er lebte in einer Zeit, in der viele Gebiete der Erde noch «unentdeckt» waren (Bsp. Südpol: Erreichen durch Robert Falcon Scott oder seinem Kontrahenten, dem norwegischen Polarforscher Roald Amundsen). Die Geschichten dieser Entdecker haben noch heute nachhaltige Botschaften: Visionen. Sie bewusst angehen. Ausdauer. Mut. Etwas bewegen. Mit den Mitteln, die vorhanden sind. Unterwegs sein. Äusserlich und innerlich in Bewegung bleiben. Durchhalten. Weil Überwindung ein Gewinn bedeutet.

Anmerkung: Shackleton hat weder den Südpol als erster erreicht, noch konnte er ihn durchqueren (Wikipedia Endurance). In dem Sinn ein Misserfolg. Aber er hat 28 Menschen und sich selbst das Leben gerettet …

Woche vom 16. November - Reflektion

Warum Feinde – wir haben doch uns selbst …

(Heinz Rudolf Kunze)

Ist es nicht so, dass es einfacher ist, meinen Mitmenschen die Schuld für bestimmte Dinge zuzuschieben? Das entspannt mich in einem gewissen Sinn. Dann muss ich nichts tun … Feindeserklärungen sind einfacher. Reflektion über sich selbst ist schliesslich ein Hürdenlauf, auf den wir gerne verzichten. Nur sind es eben oft sinnvolle Hürden. Solche, die uns aus unserem festgefahrenen Alltagstrott herausreissen. Also aufmachen und reflektieren. Denn wer überwindet, entdeckt sich selbst …

Woche vom 9. November, Kindheitserinnerungen

«Merk dir: Du bist so gut wie jeder andere»

Obige Aussage des Vaters des Bürgerrechtskämpfers Martin Luther King hat es in sich. Offenbar hat sie Wirkung gezeigt. Nachhaltige Ermutigung. Der Traum von King junior ist uns bis heute bekannt: Gleichwertigkeit unter Menschen. Farbenblindheit ist eine Herzensangelegenheit. Kulturblindheit auch. Welche ermutigenden Aussagen gebe ich meinen Kindern, meinen Mitmenschen? Denn – Hand aufs Herz – Ermutigung tut uns allen gut …

Woche vom 2. November - Distanz schaffen

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

Albert Einstein

Albert Einstein bringt es auf den Punkt. Oft hilft ein Wechsel der Sichtweise, um Probleme zu lösen oder sie ganz einfach zu entschärfen. Das können wir nur, wenn wir Distanz haben. Räumlich wie mental. Im Sinn von «Werkzeuge fallen lassen. Austreten und das Ganze von aussen betrachten.» Wichtige Texte lasse ich darum immer eine Nacht oder zwei liegen. Mit etwas Abstand spüre ich viel besser, ob ein Text überzeugt oder nicht. Das ist nur dank der Distanz möglich.

Woche vom 25. Oktober, Thema: Aufstehen

Das Grösste, was man erreichen kann, ist nicht, nie zu straucheln, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.

Nelson Mandela

Kleine Kinder sind nicht nur süss, sondern oft auch ein Vorbild. Sie haben Ausdauer, wollen entdecken und riskieren dabei einiges. Wer gehen lernen will, muss auch Umfallen in Kauf nehmen. Umfallen gehört zum Leben. Profis sind meistens Menschen, die ganz lange geübt haben – und immer wieder aufgestanden sind. Innerlich wie äusserlich. Nachahmenswert!

Woche vom 18. Oktober: Streiten ist cool

Beim Streiten kann man nur verlieren.

Dale Carnegie

Ein bekannter Spruch von einem bekannten Autor, Kommunikations- und Motivationstrainer. Der Spruch geht dort auf, wo zwei Parteien sich streiten und beide Recht haben wollen. Ist diese Schwelle erreicht, gibt es nur noch Verlierer. In der Mediation ist Streit ein Element, das zur Klärung beiträgt. Die Parteien können vor einem neutralen Coach oder Mediator einfach mal Dampf ablassen. Es darf einfach nicht verletzend sein. Dann ist der Weg offen zur Klärung. Streit hat verschiedene Gesichter.

Woche vom 12. Oktober - Thema: Geld ist vergänglich

Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist.

(Mark Twain)

Was ist wirklich wertvoll? Was gibt uns Sicherheit? Es geht um Krisenzeiten. Die kommen häufig, wenn es niemand erwartet … Geld ist vergänglich. Je nach Stabilität der politischen Lage. Mark Twain hatte mit seinem Zitat nicht unrecht. Bildung ist zwar kein Garant für Essen in Not. Aber sie verhilft in Krisen zu einem anderen Umgang. Bildung schafft neue Ideen. Andere Grundlagen. Bildung ist ein Schlüssel zu besserer Lebensqualität.

Woche vom 5. Oktober - Thema: Fehler sind Gold wert

Wirkliche Menschen haben und machen Fehler

Obiges Zitat war einer der ersten Merksätze, die ich in der Schule des Schreibens (Hamburger Akademie) für Belletristik lernte. Früher machten die Helden in den Krimis keine Fehler. Diese Haltung hatte man inzwischen korrigiert. Heute sind Fehler ein Muss. Weil die Figuren uns so näher sind. Sie wirken authentischer. Wahrer. Eben wahre Helden. Weil sie trotz Fehlern ihren Weg gehen. Ein Team, das eine offene und konstruktive Fehlerkultur pflegt, wächst zusammen und hält auch in Krisen zueinander. Fehler bieten enormes Potenzial – wenn sie erlaubt sind und reflektiert werden.

Woche vom 28.September, Thema: Überzeugungen überzeugen

Ich will auf keinen Fall so leben, als hätte ich schon verloren!

«Hühnersuppe für die Seele» heisst eine erfolgreiche Buchserie mit wahren Kurzgeschichten. Eine davon ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Ein Hotelier wurde überfallen und niedergeschossen. Schwer verletzt wurde er ins Spital gebracht. Auf der Krankenbahre hörte er die Ärzte und Krankenschwestern seinen aussichtslosen Fall diskutieren. Überlebenschance gleich null. Ein Arzt fragte ihn, ob er vor der Operation noch einen Wunsch hätte. Seine Antwort: «Ja. Operieren Sie mich auf keinen Fall mit der Einstellung, als wäre ich schon so gut wie tot!» Der Mann überlebte. Diese Geschichte hat mir schon oft bei schwierigen Herausforderungen geholfen.

Woche vom 21.September, Thema: Prioritäten setzen

Es ist nicht wirklich wichtig, was du im Leben an Geld und Gut erreichst. Wichtig ist, dass du deinen eigenen Weg mit Haltung gehst, dass du dir selbst mit reinem Gewissen in die Augen schauen kannst.

(Aus «Der Mann mit dem Fagott» – Rudi Bockelmann)

«… nicht wirklich wichtig, was du im Leben an Geld und Gut erreichst.» Dieses Zitat gewinnt an Bedeutung, wenn man weiss, an wen es gerichtet ist. An Udo Jürgens. Rudi Bockelmann war sein Vater. Die Biografie Udo Jürgens‘ ist beeindruckend. Von einem, der schon früh wusste, was seine Bestimmung war. Eine mit grossen Herausforderungen. Seine Bestimmung hat er gelebt. Für den Text zum Bestseller «Griechischer Wein» hatte sich Udo Jürgens zwei Jahre Zeit genommen. Bestimmung setzt  Prioritäten …

Woche vom 14. September - Thema: (Un)sichtbare Welt

Was hinter dir ist und was vor dir ist, ist nichts im Vergleich zu dem, was in dir ist!

Unsichtbares. Wir nehmen es kaum wahr und sind doch stark von ihm geprägt. Laut dem bekannten Paartherapeuten Jürg Willi ist es äusserst wichtig, dass jeder Ehepartner seine eigene Meinung haben und ausdrücken darf, ohne sofort die Kritik des andern einstecken zu müssen. Das bedeutet Respekt vor der Individualität des anderen und gilt nicht nur für die Ehe. Beim Eisberg ist es der riesige unsichtbare Teil, der das Ganze trägt. So auch beim Menschen.

Woche vom 7. September - Pausen und ihre Bedeutung

Das Wichtige sind nicht die Töne, sondern die Pausen.

Obige Aussage stammt von Miles Davis, einem bekannten Jazz-Trompeter. Eine Auslegung dazu habe ich nicht gefunden. Trotzdem finde ich diese Beschreibung stark. Töne sind Stückwerk und werden erst ausdrucksstark, wenn man ihnen den notwendigen Freiraum gibt. Genauso ist es bei der Leistung und der Motivation. Pausen ermöglichen zudem eine gemeinsame Grundmelodie. Eine andere Wahrnehmung unserer Kollegen. Vielfalt wird so auf anderen Ebenen zu einem Ganzen. Dank Pausen.

Woche vom 30. August - Niederlagen und ihr Potenzial

Niederlagen sind die Grundlagen des Erfolgs

Dieser Spruch steht auf einer Ansichtskarte. Er nimmt dem negativ besetzten Begriff «Niederlage» seine Schwere und weckt Perspektiven. Es geht weiter. Neue Chancen machen neuen Mut. Ich erinnere an den Anstubser der Woche vom 11. Mai 2015. Der Lebensweg des englischen Premierministers Winston Churchill war eine Achterbahnfahrt mit zahlreichen Niederlagen. Bis er im Alter von über 60 Jahren einen Weltkrieg beendete …

Woche vom 23. August - Leben gestalten

Ziel ist es, aus dem Leben eine gute Geschichte zu machen.

Jürg Willi, Prof. Dr. med. Dr. h. c., ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Das eigene Leben gestalten.
Oftmals sind wir äusseren Umständen ausgeliefert. Es geht darum, dass wir unsere Möglichkeiten nutzen. Das kann sein: Freiraum schaffen, berufliche Angebote nutzen, Sinn-Findung im Hobby u.a. Eine gute Geschichte ist immer persönlich und darf menschlich sein. Unter diesem Aspekt haben wir bisher vieles richtig gemacht. Vergangenheit ist gesetzt, Gegenwart ist Handeln, Zukunft ist Planung.

Woche vom 17. August - Bewusst wahrnehmen

Gott ist immer in uns, nur wir sind so selten zu Hause.
(Meister Eckhart, deutscher Mystiker)

Was ist Reichtum?
Geld ist im Grunde genommen nur bedrucktes Papier. Wir selbst geben ihm seinen Wert. Je ärmer wir sind, desto mehr Wert hat es. Je reicher wir sind, desto mehr wird es zur Massenware. Reichtum kann auch etwas anderes bedeuten. Nämlich Dinge an uns selbst und unserem sozialen Umfeld wahrzunehmen. Achtsamer werden. Statt zu stressen, einmal im Tag anhalten und kurz reflektieren. Leben bewusster erleben. Bei uns zu Hause zu sein. Das macht uns auch offener für andere.

Woche vom 10. August - Thema: Unerfüllte Wünsche

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich nicht immer das bekommen kann, was ich gerne möchte. Also habe ich gelernt, immer das zu mögen, was ich bekomme.

(Anthony de Mello, Jesuitenpriester und spiritueller Lehrer)

«Träume sind Schäume», ein bekanntes Zitat. Träume sind auch ein Ventil. Für all die Dinge, die wir (noch) nicht haben. Träume erhalten uns am Leben. Sie ermöglichen einen virtuellen Besitz. Aber nur im Augenblick. Sie haben auch eine schwierige Seite. Wege können dauern. Beruflicher Erfolg zum Beispiel ist eine Frage von jahrelangem Aufbau. Eine Tatsache, die es zu respektieren gilt. Ganz gleich, ob wir nur träumen oder uns auf den Weg machen: Was wir bereits (erreicht) haben, sollten wir nicht zu schätzen vergessen!

Woche vom 3. August - Thema: Aufwand und Ertrag

Man kann Liebe nicht kaufen, aber man kann schwer dafür bezahlen

(Henny Youngman, englischer Komiker)

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser. Ja, dieser Ausspruch heisst korrekt «Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser». Es ist durchaus korrekt Erfolg zu messen. Wenn es möglich ist und Sinn macht. Bildung zu messen, macht Sinn. Nur lässt sie sich fast nicht erfassen. Viele Faktoren beeinflussen den Return of Investment. Die Bildungsrendite anhand von Geldausfällen zu messen, weil Männer nach dem Studium Teilzeit arbeiten und sich mehr Zeit für die Familie nehmen möchten, grenzt Liebe aus. Liebe und Zuneigung in der Familie wirkt langfristig und stärkt die Persönlichkeit aller Beteiligten. Davon profitiert auch die Wirtschaft. Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser.

Woche vom 27. Juli, Thema: Wir leben in Systemen

Gesichter sind die Lesebücher des Lebens.

(Federico Fellini, italienischer Filmemacher)

Unsere Gesellschaft hat sich verändert. Früher gab es noch so eine Art Gruppenidentität. Der Bauer war ein Bauer und lebte als Bauer, wie man es von einem Bauern erwartete. Heute haben wir während eines Tages verschiedene Gesichter. Wir sind individueller geworden. Eigene Meinungen. Eigenes Leben. Unser Verhalten (Gesicht) ändert sich, je nachdem, in welchem System wir uns aufhalten und was wir für Ziele haben. Im Buch «Ab auf die Couch» schreibt der Autor Michael Mary, dass dieses Switchen zwischen verschiedenen Rollen für viele zu einem Problem wird. Sie sind überfordert und erkranken. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Er agiert und reagiert. Auch in Systemen und jeder auf seine individuelle Art. Selbstmanagement wird darum immer wichtiger!

Woche vom 20. Juli - Thema: Das innere Spiel

Coaching ist Kurzzeitberatung für gesunde Menschen

Bewusstsein steigern: Fehlende Fernrohre waren mit ein Grund, warum der Luxusdampfer Titanic einen Eisberg rammte und nach 2 Stunden versank. Was früh erkannt wird, dem kann man ausweichen oder sich vorbereiten. Verborgenes kann zum Konflikfall führen und schaden. Das ist auch bei uns Menschen so. Coaching hilft das Bewusstsein steigern. So kann man eher verhindern, Dinge anders angehen oder besser vorbereitet sein. Das nur ein paar Beispiele.

Woche vom 13. Juli - Thema Angst

Angst will wahrgenommen werden. Mehr nicht.

(Lothar Linz – «Erfolgreiches Teamcoaching»)

Die 2 Gesichter der Angst

Angst schützt. Sie hindert und lähmt uns aber auch. Eine Mannschaft musste im Halbfinal gegen den amtierenden deutschen Meister antreten. Diese Mannschaft hatte in den letzten 4 Begegnungen deftige Niederlagen kassiert. Damit dies nicht mehr passieren sollte, gab es im Vorfeld eine Aussprache. Ängste wurden angesprochen, was Erleichterung mit sich brachte. Um diesen Effekt ins Spiel mitzunehmen, bekam jede Athletin vor dem Match eine Pampers, wo ihr Name darauf stand. Diese wurden in einer Sporttasche mit zum Spiel genommen. Die Ängste durften (dabei) sein. So standen sie nicht mehr im Mittelpunkt, sondern am Rande des Spielfelds. Die Mannschaft siegte …

Woche vom 6. Juli - Thema: Vielfalt als Chance

Frag nicht, was das Leben dir gibt, frag, was du gibst.

(Alfred Adler, österreichischer Arzt und Tiefenpsychologe, Begründer der Individualpsychologie)

Vielfalt als Chance

Das Geheimnis erfolgreicher Teams liegt in der gegenseitigen Akzeptanz und im gemeinsamen Ziel. Wir Menschen sind unterschiedlich. Wir haben verschiedene Meinungen, verschiedene Geschichten. Verschieden sein ist immer eine Chance, lebendig zu bleiben. Dies erfordert Beziehungsarbeit. Wichtig: Ich darf mich anderen zumuten!

Woche vom 29. Juni - Thema: Zwischenschritte

Das Geheimnis auch der grossen und umwälzenden Aktionen besteht darin, den kleinen Schritt herauszufinden, der zugleich auch ein strategischer Schritt ist, indem er weitere Schritte einer besseren Wirklichkeit nach sich zieht.

(Gustav Heinemann (1899-1976), dt. Politiker (SPD), 1969-74 Bundespräsident)

Milestones

Wir leben zielorientiert. Und Ziele motivieren. Dann, wenn sie realistisch, wenn sie erreichbar sind. Ein Ziel zu verfolgen ist wie ein Weg, den wir gehen. Schritt für Schritt. Darum sind Zwischenziele enorm wichtig. Sie zeigen, wir sind unterwegs, haben etwas erreicht. Jeder Schritt und ist er noch so klein, führt uns weiter auf dem Weg zum Ziel.

Woche vom 22. Juni - Thema: Erfahrungen

«Erst in der Konfrontation mit schwierigen Entscheidungen befindet ein Mensch darüber, was für ihn wirklich wichtig ist.»

(Quelle: Karriereanker – Edgar H. Schein)

Erfahrungen prägen

Was ich liebe und was mir wichtig ist, dafür nehme ich mir bewusst Zeit. Ich versuche es zu schützen. Vieles davon passiert unbewusst. Bis wir vor wichtigen Entscheidungen stehen. Herausforderungen sind wie das Salz in der Suppe. Wertvolle Erfahrungen, die uns sensibilisieren, damit wir bewusster leben.

Woche vom 15. Juni - Thema: Traumjob

«Ein verfehlter Beruf verfolgt uns durch das ganze Leben.»

Honoré de Balzac (1799 – 1850), französischer Philosoph und Romanautor

Traumjob nicht zwingend
Der richtige Job, der richtige Beruf muss kein Traumjob sein. Aber er sollte doch wichtige Voraussetzungen erfüllen. Zum Beispiel Aufstiegsmöglichkeiten, guter Lohn, angenehme Stimmung im Team, Entwicklungsmöglichkeiten etc. Doch aufgepasst: Wie wir unseren Job und Beruf, ja sogar unsere Umgebung beurteilen, hängt sehr stark mit unseren eigenen Erfahrungen und Sichtweisen zusammen. Veränderte Sichtweisen können eventuell auch den bestehenden Beruf zu einem «Traumjob» umwandeln.

Woche vom 8. Juni - Thema: Weniger ist mehr

Weniger ist mehr.

Industrielle haben folgende Erfahrung gemacht: Die Reduktion der Arbeitszeit von 12 auf 10 Stunden pro Tag erhöhte die Produktivität der Mitarbeiter. Eine weitere Reduktion auf 8 Stunden ergab bei weiteren Tätigkeiten nochmals eine Produktivitätserhöhung 1*). Dem sei hinzugefügt, dass jeder Mensch und jede Tätigkeit unterschiedlich ist und unterschiedlich reagiert. Trotzdem, erholte Mitarbeiter leisten mehr und begehen weniger Fehler.

Und zum Schluss noch dies: Mehrere Kurzpausen am Tag senken die Fehlerquoten und steigern den Erholungsfaktor. (Quelle: 1*Gutachten «Auswirkungen von Freizeit auf Gesundheit und Produktivität, August 2011)

Woche vom 1. Juni, Thema: falsche Entschuldigungen

Sobald man sich selbst gegenüber eine Entschuldigung akzeptiert, hört das Denken auf.

«Ich bin halt so!»

Diese Aussage ist eine von vielen Fallen, die ermöglichen, sich nicht mit sich selbst befassen zu müssen. Wenn man halt so ist, warum soll man sich ändern? Man denkt nicht weiter. Hinsehen und wahrnehmen ist immer als Chance zu verstehen. Denn was wir früher wahrnehmen, lässt sich einfacher verändern oder verhindern.

Woche vom 25. Mai, Thema: Denken

Glaube nicht alles, was du denkst!

Wir alle haben Ziele und wollen sie erreichen. Wir sind unterwegs, ziehen dabei laufend Bilanz und erstellen ein bewusstes oder unbewusstes Fazit. Das Resultat, gleich ob gerechtfertigt oder nicht, ist unsere eigene Bewertung und wird zur gefühlten Wahrheit. Wie denken andere über uns? Fragen Sie bei Freunden, welche Stärken sie an Ihnen schätzen. Stärken motivieren – und genau das brauchen wir auf dem Weg zum Ziel!

Woche vom 18. Mai, Thema: Wahrnehmung

«Es gibt keine Leute, die nichts erleben; es gibt aber Leute, die nichts davon merken.»

Curt Goets

Betrachten kann man das bisherige Leben ganz unterschiedlich. Als Opfer. Als Gestaltende. Als Planende. Als Agierende. Als Reagierende etc. Hinsehen. Bisheriges überdenken. Revue passieren lassen.

Wählen Sie aus den aufgezählten Sichtweisen zwei aus. Reflektieren Sie ausgewählte Ereignisse und vergleichen Sie die Resultate. Was fällt Ihnen auf?

Woche vom 11. Mai, Thema: Zeitmanagement

«Gott hat die Zeit erfunden, von Eile hat er nichts gesagt»

Winston Churchill war von 1940 bis 1945 Premierminister und führte Grossbritannien durch den Zweiten Weltkrieg. Was viele nicht wissen: Er wurde erst mit über 60 Jahren Premierminister. Nach einem Leben voller Niederlagen und Rückschlägen. Seine grössten Beiträge leistete er also quasi in seiner «Pensionierung».
(Quelle: Buch «Hühnersuppe für die Seele, Geschichten, die das Herz erwärmen»).

Wir alle haben Ziele. Bewusst und unbewusste. Was wir oft vergessen: Wir haben «ein ganzes Leben lang» Zeit, um sie zu verwirklichen.

Woche vom 4. Mai, Thema: Selbstannahme

«Liebe dich und es ist egal, wen du heiratest …»

Dieses Zitat ist eigentlich ein Buchtitel. Ein Bestseller von Eva Maria Zurhorst. Die Botschaft ist klar: Selbstannahme macht vieles machbarer. Das klingt einfach. Die Erfahrung lehrt uns: Selbstannahme geschieht nicht ohne unser dazutun. Sie verlangt, dass wir genauer hinsehen. Sie ist ein lebenslanges Ziel, verbunden mit einem laufenden Prozess. Aber einer, der sich lohnt!

Woche vom 27. April, Thema: Ziele sinnvoll setzen

«Die meisten Menschen überschätzen das, was sie in einem Jahr erreichen können. Sie unterschätzen aber, was sie in 15 Jahren erreichen können.»

(Quelle: Karriereplanung: Meine Karriere zeichnen – Ausbildung-Tipps.ch)

Wir brauchen mittel- und langfristige Ziele, Ausdauer und Geduld.

Woche vom 20. April, Thema: Ziele beeinflussen unser Handeln

«Niemand tut etwas ohne Grund»

(Quelle: Buch «Verwesung» von Simon Beckett)

Jeder Mensch hat Ziele. Daraus ergeben sich bewusst und unbewusste Handlungen.

Woche vom 13. April, Thema: Mitmenschen wahrnehmen

«Mit den Augen des anderen sehen, mit den Ohren des anderen hören, mit dem Herzen des anderen fühlen.»

(Quelle: Individualpsychologie, Alfred Adler)

Den Mitmenschen besser wahrnehmen. Eine Lebensaufgabe, die wir dauernd bilden müssen und die uns und unsere Gesellschaft reich machen kann.

Woche 6. April, Thema, Thema: Sichtweisen

«Jeder hat eine eigene Sicht. Auf sich selbst und auf andere Menschen.»

(Quelle: Theo Schoenaker, CD «Mut tut gut», RDI-Verlag)

Das bedeutet für uns, dass wir andere Meinungen stehen lassen können. Wir müssen nicht Recht haben wollen. Eigene Sicht ist gleich die eigens wahrgenommene Wahrheit.

Woche 30. März, Thema: Entscheidungen

«Man kann sich nicht nicht entscheiden.»

(Quelle: Theo Schoenaker, CD «Das Leben selbst gestalten» – RDI-Verlag)

Es mag komisch klingen. Wer sich nicht entscheiden will, hat sich entschieden, sich nicht zu entscheiden. Warum sich also nicht gleich auf einen konkreten Weg einlassen? Denn ob er gut ist, wissen wir erst, wenn wir ihn gegangen sind …

Leben (ver)ändern, nachhaltiger und bewusster leben, Lebensstil ändern, begleitet werden.

Den kostenlosen «Anstubser»-Newsletter abonnieren:

Hinweis: Den «Anstubser»-Newsletter abbestellen können Sie entweder hier oder in Ihrem persönlichen (!), zuletzt erhaltenen Newsletter, und zwar ganz unten auf «vom Newsletter abmelden» klicken (siehe nachfolender Screenshot). Danach wird Ihre Mailadresse gelöscht.

Coaching Newsletter abbestellen