Dieser Advent wird anders

Ein etwas anderer «Adventskalender»
Ein etwas anderer «Adventskalender»

Der erste Schnee ist gefallen. Der warme Herbsttag mit wunderschön gefärbten Bäumen wurde innerhalb eines Nachmittags zu einer Winterlandschaft. Es ist signifikant kälter. Der Blick auf den Kalender zeigt, bis Ende Jahr sind es noch knapp 2 Monate, bis Weihnachten noch 7 Wochen und bis Advent nur noch 3 Wochen. Time is running. Die Zeit vergeht. Hatten wir nicht vor kurzem noch Advent-Kerzen angezündet? Diskutiert ob wir einen Adventskranz haben wollen oder nicht? Und wenn ja, welchen? Und jedes Mal nehme ich mir vor Advent mehr zu geniessen, mich nicht mehr so stressen zu lassen. Dieser Advent wird anders.

Die Themen im Überblick:

Dieses Jahr wird Advent anders - bewusster leben

Mein persönlicher Adventskalender

Ich erkläre den diesjährigen Advent zu einem Projekt. Ich gestalte meinen ganz persönlichen Adventskalender. Das bedeutet, ich überrasche mich jeden Tag und versuche mich auf Weihnachten zu freuen. Ein Fenster brauche ich nicht zu öffnen. Das tue ich sowieso jeden Tag. Dann, wenn ich am Morgen die Sonne und die frische Luft in meine Wohnung reinlasse.

Ob das die Idee eines Adventskalenders ist: Ein Fenster öffnen und frische Luft, neue Impulse in unser Denken hineinzulassen?

Wie könnte meine tägliche Adventsüberraschung aussehen? Mich selbst überraschen kann ich ja schlecht. Ich könnte zwar so tun als ob …, doch dafür bin ich überhaupt nicht der Typ. Vielleicht muss ich die Frage anders stellen: Was mache ich gerne? Denn die Qualität gerne steigert den Erholungsfaktor.

Mir 24-mal besonders Sorge tragen

So spontan wünsche ich mir, das Essen mehr zu geniessen. Das ist nur möglich, wenn ich vorher einen Stress-Stopp mache, bewusst abschalte und langsamer esse. Und statt vier Guetzli zum Dessert nur noch eines. Das klingt nicht nach Geniessen. Doch der Trick ist einfach. Wenn ich weniger Guetzli habe, geniesse ich das eine viel bewusster. Denn mehr vom Guten steigert nicht zwangsläufig den Wert. Es wird nicht besser. Im Gegenteil. Es mag komisch klingen, weniger ist ein lohnender Verzicht mit Gewinn.

Das Essen ist nur ein Punkt. Ich wünsche mir von mir,

  • dass ich allgemein bewusster lebe,
  • nicht alles als selbstverständlich ansehe und
  • bewusst Dankbarkeit leben kann

Im Stress wird der Tag kürzer und fühlt sich doch nicht erfüllt oder gelebt an. Doch das ist nicht der Sinn von Advent.

Advent: Sich 24-mal im Dezember einfach selbst lieben ... ?
Advent: Sich 24-mal im Dezember einfach selbst lieben ... ?

24-mal etwas entstehen lassen

Besinnlich – und 24-Mal etwas für mich organisieren, das passt irgendwie nicht. Weil ich bereits wieder Stress spüre.

Muss es jeden Tag etwas anderes sein? Oder reicht es, wenn ich

  • täglich vor dem Essen eine Kerze anzünde und
  • mir eine Minute lang den Tag durch den Kopf gehen lasse,
  • ihn Revue passieren lasse?

Damit meine Psyche das Erlebte verarbeiten und der Kopf endlich neue Verknüpfungen erstellen kann. Meiner Psyche und meinem Körper gerecht werden.

Stress ist für mich gleichbedeutend mit unbewusst gelebt zu werden.

Meine Persönlichkeit wehrt sich dagegen. Das ist nicht Leben aktiv gestalten. Das ist nicht Leben! Bewusster leben, Achtsamkeit steigern, wahrnehmen, vielleicht sogar die Tiefe des Lebens entdecken – da steckt Reichtum dahinter, der dankbar macht. Ich habe mich entschieden.

Ich nehme mir im Advent 24-Mal vor dem Abendessen eine Minute Zeit und lasse mich überraschen. Höre auf meinen Körper, auf meine Gedanken. Von der inneren Stimme «Du musst» zum «Du musst nicht». Der anforderungsfreie Augenblick ist erlaubt. Das ist Befreiung. Das öffnet den Blick auch für Advent und Weihnachten. Für Besinnung. Für dieses einzigartige Weihnachtsgeburtstagsfest.

Mehr Infos zum Thema Advent & Adventskalender

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