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  • Andreas Räber

Ein Nachtclub ist ein Lokal, in dem die Gäste reservierter sind als die Tische.

Charlie Chaplin (1889 – 1977), britischer Komiker, Schauspieler, Regisseur etc.

Dieser witzige Vergleich lässt mich schmunzeln. Kein Wunder, denn Charlie Chaplin hatte es sich zur Aufgabe gemacht, seine Mitmenschen zum Lachen zu bringen. Und auch zum Nachdenken. Bei mir hat er es geschafft.

Wie sehr zeigen wir uns?

Wie offen wir uns nach aussen zeigen, entscheiden verschiedene Faktoren mit. Unter anderem unsere momentane Stimmung, ganz sicher unser Umfeld sowie unsere Gedanken und Erwartungen – nach dem Motto «Was-die-Leute-über-uns-denken».

In als heikel eingestuften Situationen sind viele Menschen zurückhaltend. Erst mal abwarten, einordnen, abtasten, vorsichtig andeuten.

Beziehungsaufbau jeglicher Art braucht Zeit und darf Zeit brauchen.

Ich erlebe Beziehungsaufbau ganz unterschiedlich. Auch wenn ich eine lockere Stimmung liebe und hie und da gerne einen Witz platziere, so schätze ich trotzdem einen respektvollen und auch zurückhaltenden Umgang.

Zu schnelle und grosse Offenheit kann sich für mich leicht überfordernd oder auch etwas übergriffig anfühlen. Ich wittere die unausgesprochene Erwartung: Offenheit gegen Offenheit.

Ich will mir selbst genügend Zeit eingestehen, um auf meine Körper- und Gedankensignale zu hören. Tempo, Empfindungen, Offenheit, Nähe sind nun mal je nach Situation und bei jedem Menschen unterschiedlich.

Spüre ich Respekt und Wertschätzung bzw. fühle ich mich gesehen und gehört, so schmelzen innere Vorbehalte und Blockaden dahin. Ein Samenkorn trifft auf fruchtbaren Boden.

Darauf können echte Beziehungen gedeihen.

Weiterführende Lesetipps zum Thema Beziehungen

Präsent sein und bleiben

Präsent sein, im Moment sein und bleiben. Coachingimpuls.

«Präsent sein ist alles andere als eine Kleinigkeit. Es ist vielleicht die schwerste Arbeit der Welt.» Qualität fördert Beziehungen, Quantität Stress. Warum weniger oft menschenwürdiger ist. Ganzer Coachingimpuls auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Beziehung aufbauen, leben, retten

Kommunikation in der Partnerschaft

Beziehungen sind das A und O von uns Menschen. Beziehungen in der Familie, in unserem sozialen Umfeld und zu unserem (Ehe)Partner. Beziehungen können sehr bereichernd und aufbauend sein. Gleichzeitig können sie uns viel Kraft kosten, wenn sie festgefahren oder orientierungslos geworden sind. In diesem Beziehungsratgeber gibt es Artikel zu Themen wie Beziehung retten, Eheberatung und vieles mehr. Diese Impulse sollen Paare in ihrer Suche nach Antworten und neuen Möglichkeiten unterstützen und wertvolle weiterführende Fragen anbieten. Ganzer Artikel auf Christliche-Lebensberatung.ch.

Wer bin ich?

Coachingimpuls: Sie selbst entdecken

Der Anstubser von letzter Woche zum Thema Persönlichkeitsfindung, hier als Reminder.

«Verraten Sie mir das Geheimnis Ihres Genies», sagte der Papst zu Michelangelo. «Wie haben Sie die Statue von David erschaffen - dieses Meisterwerk aller Meisterwerke?» Michelangelo antwortete: «Ganz einfach. Ich habe alles entfernt, was nicht David ist». Die Überflutung mit Informationen kann uns zunehmend verwirren bzw. innerlich zudecken und nimmt zudem grossen Einfluss auf unsere Persönlichkeit. Wie gut, dass wir Korrekturmöglichkeiten haben.

Verraten Sie mir das Geheimnis Ihres Genies», sagte der Papst zu Michelangelo. «Wie haben Sie die Statue von David erschaffen - dieses Meisterwerk aller Meisterwerke?» Michelangelo antwortete: «Ganz einfach. Ich entfernte alles, was nicht David ist.

Michelangelo (1475 – 1564), italienischer Bildhauer, Maler, Baumeister und Dichter

Entfernen, was David nicht ist. Ballast abwerfen. In einem meiner letzten Anstubser habe ich beschrieben, wie ich Ende Jahr jeweils meine Kontakte auf meinem Handy durchsehe und alte, nicht mehr wichtige (meist beruflicher Art) lösche.

Es ist wie ein Beseitigen von Ablenkungen und lauten Stimmen, die mehr von mir wollen als ich zur Verfügung habe.

Fokussieren statt abgelenkt Werden.

«Entfernen, was nicht David ist.»

Fokussieren auf Stärken. Auf Visionen. Auf Sinnstiftendes.

Innerlich frei sein. Atmen können. Das sind Voraussetzungen, um uns für unseren Lebensweg öffnen zu können.

Wenn ich in Sozialen Medien unterwegs bin, sehe ich viel präsentiert, «was nicht Andreas ist». Immer mehr bekomme ich ein Gespür für eine innere Stimme, die mich fragt «Ist das wirklich dein Thema oder suchst du einfach einen Kick?»

Ist es nicht meins, fühlt sich diese Zeit auf dem Smartphone als verlorene Zeit an, begleitet vom Gefühl, «überfahren» zu werden.

Diese Prozesse finde ich wertvoll. Zumal dabei immer mehr auftaucht, was «Andreas ist».

Ich kann nicht genau sagen, wie ich mich sehe. Aber ich kann – wie wohl die meisten Menschen – immer besser sagen, was ich nicht bin.

Ein Anfahrtsweg, der Erstaunliches zu Tage bringen kann.

Uns. Echt. Einzigartig.

Wertvoll!

Weiterführende Lesetipps zum Thema Persönlichkeitsentwicklung

Wer bin ich? Prägungen: Unterwegs von der Kopie zur Identität

Wer bin ich? Prägungen: Unterwegs von der Kopie zur Identität

«Danke – wer bist du?» lautete meine Antwort auf eine SMS, in der mir jemand ohne sichtbaren Absender die besten Wünsche zum Jahreswechsel gesendet hatte. «Das weiss ich manchmal selbst nicht» kam umgehend zur Antwort … Ehrlich gefragt, ehrlich geantwortet. Wer bin ich? Dieser Frage kann man entweder lächelnd begegnen oder sie etwas ernster nehmen – oder beides. Ganzer Artikel auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Persönlichkeitsentwicklung mit dem Enneagramm - Wie «ticke» ich eigentlich?

Das Persönlichkeitsmodell Enneagramm kurz erklärt

Das Enneagramm ist eine unheimlich spannende Sache. Denn es hat unheimlich viel Kraft! Sein Ziel ist ein bewusster(er) Umgang mit dem Leben. Persönlichkeitsentwicklung. Eigene Denk- und Sichtweisen immer besser wahrnehmen und dementsprechend handeln. Mit Hilfe des Enneagramms wird nicht nur festgefahrenes Verhalten entlarvt, es gibt auch neue Wege zu entdecken. Das Enneagramm ist eines der ältesten Persönlichkeitsmodelle – und ein sehr bewährtes. Hier stelle ich es kurz vor und zeige auf, welch wertvollen Nutzen Sie davon haben können. Ganzer Artikel auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Das Gute in der Welt braucht uns

An die eigene Selbstwirksamkeit glauben. Das Gute in die Welt tragen.

Der Anstubser von letzter Woche, hier als Reminder.

«Wie wunderbar ist es, dass niemand einen einzigen Moment warten muss, bevor er anfängt, die Welt zu verbessern.» Vom Mut, sich bewusst für das Gute einzusetzen.

Seine Aussage, die Realität sei weniger schlimm als die Fantasie, ging ihr nicht mehr aus dem Kopf.

Aus «Schnee» von Yrsa Sigurdardóttir, vielfach ausgezeichnete isländische Bestsellerautorin

Ich bin ein Kopfmensch. In früheren Coachingimpulsen habe ich schon angedeutet, dass Gedanken kaum Grenzen kennen. Höchstleistungen, Lösungsansätze – und leider auch Katastrophen – sind im Kopfkino keine Seltenheit.

Kopfkino kann Stärke und Schwäche gleichzeitig bedeuten. Eine Stärke ist zum Beispiel, dass neue Lösungswege erarbeitet werden können. Eine Schwäche, dass Ängste überhand nehmen und uns bestimmen. Ersteres braucht einen gewissen Freiraum, letzteres nimmt ihn uns.

Unsere eigene Wahrheit – geprägt von unseren Erlebnissen und Deutungen – ist eine Art Auto, mit dem wir im Leben unterwegs sind. Und manchmal geraten wir auf die Angstautobahn, die keine Geschwindigkeitsbegrenzung kennt.

In besonders stressigen Momenten gilt es daher, rechtzeitig den nächsten Rastplatz anzusteuern.

Hier tanken wir unsere Wahrnehmung auf, die genügend Freiraum benötigt, damit sie reibungslos funktioniert.

Bewusste Wahrnehmung führt in die Gegenwart und damit in die Wirklichkeit.

Die Wirklichkeit ist real und somit besser begreifbar.

Die Wirklichkeit braucht Anerkennung. Sie braucht Akzeptanz. Ein «Es-ist-so». Darf sie genau so sein, ist auch ein «Es-ist-im-Moment-so» möglich.

Erste Türen, welche unsere Angst zugeschlagen hat, können wieder geöffnet werden.

In der Wirklichkeit können wir besser steuern und Selbstwirksamkeit wird (wieder) möglich.

Weiterführende Lesetipps zum Thema Authentizität

Wahrheit oder Wirklichkeit

Wahrheit oder Wirklichkeit und was dahinter steckt.

Da war der Hund los. Augenzeugen berichten. Es ist ja möglich, alles zu filmen. Unverfälscht Augenzeuge sein: Rüberbringen, wie es wirklich ist. Ist das, was wir sehen und wahrnehmen, wirklich die Wirklichkeit oder einfach «unsere» Wahrheit? Ganzer Artikel auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

SRF.ch: Sternstunde Philosophie - Wer seine Gefühle versteht, kann sie besser nutzen

SRF.ch: Sternstunde Philosophie - Wer seine Gefühle versteht, kann sie besser nutzen

Die einen haben Angst vor der Zukunft, die anderen treibt der Hass in den Krieg. Wie sollen wir mit unseren Gefühlen umgehen? Sich ihnen nicht einfach ausliefern, sondern sie mit kühlem Kopf beobachten, rät der Philosoph Dominik Perler. Ganzer TV-Sendung auf SRF.ch sehen.

Ausmisten, verarbeiten und Weichen neu stellen

Coachingimpuls: Ausmisten, verarbeiten und Weichen neu stellen

Der Anstubser von letzter Woche, hier als Reminder.

«Als ich zur Schule ging, fragten sie mich, was ich sein möchte, wenn ich erwachsen bin. Ich schrieb glücklich hin. Sie sagten mir, dass ich die Aufgabe nicht verstanden habe, und ich sagte ihnen, dass sie das Leben nicht verstanden haben.» Am Ende des Jahres ist es Zeit, auszumisten und mehr Klarheit für unser Leben zu erhalten.

Als ich zur Schule ging, fragten sie mich, was ich sein möchte, wenn ich erwachsen bin. Ich schrieb glücklich hin. Sie sagten mir, dass ich die Aufgabe nicht verstanden habe, und ich sagte ihnen, dass sie das Leben nicht verstanden haben.

John Lennon (1940-1980), britischer Musiker und Friedensaktivist

Am Ende eines Jahres nehme ich mir jeweils bewusst Zeit, um meine Korrespondenz, Bilder und andere Dateien auf dem Smartphone durchzusehen und auszumisten. Und dabei wird vieles gelöscht.

Während ich dies mache, merke ich immer mehr, wie das Wesentliche in meinem Leben sichtbar wird. Schritt für Schritt. Wie beim Zwiebelschälen. Die Würze des Lebens wird spürbar.

Kriterien für diese Aufräumaktion sind meine eigenen Werte.

Was ist mir wichtig und in was will ich in Zukunft investieren?

Vieles in meinen Ablagen summiert sich stressbedingt – weil oft die Zeit fehlt, es zu überprüfen. Still und heimlich sammelt sich so manches an und beeinflusst mich unbemerkt. Es verwirrt meinen Fokus.

Das Spannende: Mein Ausmisten bedeutet zwangsweise, auch zu reflektieren, warum ich meinte, diese Dinge oder Erlebnisse wären für mich wichtig.

Welche Werte haben mich in welcher Situation dazu geführt, etwas als bedeutsam einzustufen?

Dieser Prozess ist wichtig. Er sorgt dafür, dass ich wieder achtsamer und Werte orientierter unterwegs bin. Und je besser ich meine Überzeugung leben kann, desto glücklicher bin ich.

Ausmisten bedeutet, mein eigenes Leben und meine Bestimmung leben zu können.

Das ist nicht nur im Moment wichtig, sondern auch am Ende des Lebens.

Beim Fazit. Beim Loslassen.

Glücklichsein braucht Klarheit und Selbstwirksamkeit.

Damit wir unser Leben besser verstehen und gestalten können.

Weiterführende Lesetipps

Von der Kraft einer klaren Vision

Eine Vision finden. Sich beruflich oder privat neu orienterien.

«Wir brauchen eine langfristige Vision, die Vision der Seele.» Visionen stecken in uns. Sie warten darauf, gelebt zu werden. Spüren Sie sie? Darf ich Ihnen eine Geschichte erzählen? Am 23. April 1936 wird in Vernon, Texas, ein Knabe geboren. Als er fünf Jahre alt ist, fragen ihn seine Eltern, welchen Beruf er einmal ausüben möchte. «Sänger», antwortet er. Zum nächsten Geburtstag schenken sie ihm eine Gitarre. Ganzer Impuls auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Fenster zum Sonntag Talk: «Verkauft für eine Kuh – das Leben der Ida Berger»

Fenster zum Sonntag Talk - verkauft für eine Kuh

Ein heilsamer Weg der Verarbeitung. Ida Berger wird als Verdingkind auf einen wildfremden Bauernhof im Bernbiet geschickt – und mit 18 zur Heirat gezwungen. Tochter Verena ist geprägt vom beschwerlichen Leben ihrer Eltern und macht sich auf, den negativen Kreislauf zu durchbrechen. Weiterlesen auf ERF-Medien.ch (christliches Medienunternehmen).

Erfrischend Aufräumen

Aufräumcoach: erfrischen-aufräumen.ch - Ordnung im Haushalt schaffen

Manchmal muss man etwas mehr aufräumen. Und manchmal fehlt uns die Kraft dazu. Dann hilft es, einen Aufräumcoach zu beauftragen, der uns motiviert und unterstützt. Mit gezielten, kleinen Schritten kommst du wieder ins «Ordnungsland». Einen solchen Coach möchte ich hier kurz vorstellen. Mehr auf erfrischend-aufräumen.ch erfahren.

Weihnachten und das Geheimnis der Liebe

Weihnachten: Das Geheimnis der Liebe

Der Anstubser von letzter Woche, hier als Reminder.
«Es geht nicht darum, wie viel wir geben, sondern wie viel Liebe wir in das Geben stecken.» Weihnachtszeit ist Begegnungszeit. Was wir von Weihnachten lernen können.

Unzulänglichkeiten disqualifizieren nicht. Sie verweisen lediglich auf die Fähigkeiten anderer.

Brené Brown, Professorin, Forscherin und Autorin

Mitarbeitergespräche haben das Ziel

a) aufzuzeigen, was erreicht wurde und

b) wo noch Potenzial vorhanden ist.

Je nach Vorgesetzten liegt der Fokus mehr auf a oder mehr auf b. Wenn es hauptsächlich um Letzteres geht, können solche Gespräche sehr schnell Minderwertigkeitsgefühle lostreten. Je nachdem, wie gut wir uns abgrenzen können, deuten wir es als «nicht erfüllt», als «nicht fähig».

Und so besuchen wir Kurse, hören Podcasts, lesen Bücher, um unsere Schwächen auszumerzen. Das ist völlig okay. Doch es gibt auch Grenzen.

In den Schwächen liegt oft eine Überforderung, die auch Stärken schwächen können.

Hier tut mir das Zitat der Verhaltensforscherin Brené Brown wohl.

Ihre Aussage leitet vom Ich zum Wir über. Das Ich muss nicht alles können. Kann es gar nicht. Es kann ein paar Dinge sehr gut und ein paar weniger gut. Zeit, das Weniger-gut anderen zu überlassen. Zeit, das Wir zu fördern.

Warum? Weil das gestärkte Wir auch das Ich stärker macht!

Können sich Menschen auf ihre Stärken fokussieren, setzen sie neue Energie frei. Hier sind sie sicher. Hier fühlen sie sich wohl. So entsteht eine Balance.

Unzulänglichkeiten sind also kein Mangel, sondern eine Entlastung und Chance für uns und andere!

Weiterführende Lesetipps

Du bist so gut wie jeder andere.

Kindheitserinnerung: Du bist so gut wie jeder andere

«Merk dir: Du bist so gut wie jeder andere.» So manche Erinnerung an unsere Kindheit nehmen wir mit ins Erwachsenenleben. Einige davon sind enorm wertvoll. Ganzer Impuls auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Einzigartig sein dürfen

Coachingimpuls: Vom Vergleichen hin zur erkannten Vielfalt

«Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.» Vergleichen hat zwei Seiten: Es treibt uns zu mehr Leistung an, kann uns aber auch lähmen. Das muss nicht sein. Ganzer Impuls auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Sichtbar werden

Coachingimpuls: Sichtbar und spürbarer werden

Der Anstubser von letzter Woche, hier als Reminder.

«Wenn du wartest, werden die Leute deine Kamera vergessen und die Seele wird sichtbar.» Sind wir sichtbar, wenn wir irgendwo dabei sind? Sich öffnen und zeigen hat viel Verbindendes.

Wenn du wartest, werden die Leute deine Kamera vergessen und die Seele wird sichtbar.

Steve McCurry, Jg. 1950, US-amerikanischer Fotograf und Fotojournalist

Es gibt Situationen, da bin ich mit Menschen im Gespräch – aber irgendwie nicht ganz anwesend. Meist ist der Grund, dass mein Gegenüber etwas sagt, das in mir Ideen oder Erinnerungen weckt, denen ich in Gedanken sofort nachgehen «muss».

Es ist ganz schön peinlich, wenn mein Gegenüber merkt, dass ich gar nicht mehr dabei bin.

Szenenwechsel.

In jungen Jahren machte ich ein Volontariat bei einem kleinen Lokalradio. Schon beim ersten Interview fiel mir auf, dass die zu Interviewenden oft zwei Gesichter zeigten. Das eine war das persönliche, das sich in der Regel während der kurzen Vorbereitungszeit zeigte.

Das andere war das offizielle. Sobald ich meine Frage gestellt hatte und das Mikrophon meinen Interviewpartnern hinhielt, änderten diese ihre Antworten auf einmal ab. Denn nun wussten sie, alles wird festgehalten und über den Äther ausgestrahlt.

Ihre Persönlichkeit war nicht mehr ganz spürbar.

Statt neuer Impulse und Ideen wurden auf einmal eher allgemein bekannte Konzepte und Strategien thematisiert. Das war für mich nachvollziehbar und irritierend zugleich.

Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht. Mit mir macht es jedenfalls etwas, wenn ich Persönlichkeiten in ihrer Einzigartigkeit und Vielfalt spüre.

Der Fotograf Steve McCurry beschreibt, auf welche Weise die Seele der Menschen allmählich sichtbar wird. Abwarten. Sich Zeit lassen. Bis interne Vorbehalte schwinden und sie sich langsam öffnen.

Auch auf Fotografien ist Präsenz spürbar. Das sind die Bilder, für die wir anhalten. Uns Zeit nehmen, um sie zu betrachten, ihnen «zuzuhören». Bilder mit spürbarer Wirkung.

Dasselbe gilt auch für Menschen.

Weiterführende Lesetipps

Unsichtbares entdecken: Der Tanz zwischen Nähe und Distanz

Der zwischenmenschliche Tanz zwischen Nähe und Distanz

«Man sieht etwas oft hundertmal, tausendmal, ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht.» Manchmal erkennen wir Dinge oder Abläufe erst nach mehr als mehrmaligem Hinsehen.

Ganzer Impuls auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Persönlichkeitsentwicklung mit dem Enneagramm - Wie «ticke» ich eigentlich?

Das Persönlichkeitsmodell Enneagramm kurz erklärt

Das Enneagramm ist eine unheimlich spannende Sache. Denn es hat unheimlich viel Kraft! Sein Ziel ist ein bewusster Umgang mit dem Leben. Persönlichkeitsentwicklung. Eigene Denk- und Sichtweisen besser wahrnehmen und immer bewusster handeln lernen. Mit Hilfe des Enneagramms wird nicht nur festgefahrenes Verhalten entlarvt, es gibt auch neue Wege zu entdecken. Das Enneagramm ist eines der ältesten und bewährtesten Persönlichkeitsmodelle. Hier stelle ich es kurz vor und zeige auf, welchen Nutzen Sie davon haben. Ganzer Artikel auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Echte Schönheit finden

Genügsamkeit und innere Schönheit finden

Der Anstubser von letzter Woche, hier als Reminder.

«Obwohl wir die Welt bereisen auf der Suche nach der Schönheit, finden wir sie nicht, wenn wir sie nicht in uns tragen.» Wahre Schönheit ist näher als wir glauben.

Obwohl wir die Welt bereisen auf der Suche nach der Schönheit, finden wir sie nicht, wenn wir sie nicht in uns tragen.

Ralph Waldo Emerson (1803-1882), US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller

Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, fallen mir aus der Distanz mir immer wieder Dinge auf, die ich damals nicht erkannte.

Als Teenie, zum Beispiel, waren mir – wie wahrscheinlich den meisten Menschen – Ansehen und Dabeisein wichtig. Meine Turnschuhe aus dem Warenhaus, die meine Eltern schon rein aus finanziellen Gründen immer dort kauften, hatten nicht den gleichen ideellen Wert wie Markenschuhe.

Als junger Ehemann und Vater war es mir wichtig, ein sicheres Nest zu bauen und meiner Familie etwas bieten zu können.

Kurzum, es gab viele Dinge, die mir etwas wert waren – zugegebenermassen oft auch, weil ich mich dadurch selbst wertvoller fühlte.

Seither bin ich einen weiten Weg gegangen. Wenn ich heute Werbung sehe, beispielsweise von den neusten Kameramodellen, spüre ich viel weniger den Reiz, sie am liebsten besitzen zu wollen. Stattdessen führe ich mir vor Augen, was meine eigene Fotoausrüstung bereits alles bietet, das ich noch gar nicht nütze. Ich vertiefe mich vielleicht mal wieder in die entsprechenden Handbücher und teste ein neues Tool. Da ist eine Veränderung im Gang.

Immer mehr erkenne ich, dass das Wichtigste nicht im Aussen, sondern im Innen liegt.

Dazu habe ich Jahre gebraucht. Das Schöne ist, ich vermisse nichts von dem, was mir früher so wichtig war.

Es scheint mir etwas wie eine innere Schönheit zu geben. Wahrscheinlich hat sie wie ich Falten und darf sie auch haben, doch ich spüre, sie ist wahr, echt, tragend und erfüllend.

Was mir bisher wichtig war, kann ich immer noch geniessen. Eher besser. Doch es gibt einen Unterschied:

Es «besitzt» mich nicht mehr. Wenigstens im Normalfall. Diese Werteverschiebung lohnt sich. Statt gefühlsmässig dauernd im Minus zu sein, bin ich mittlerweile immer ausgeglichener.

Weiterführende Lesetipps

Abheben

Coachingimpuls: loslassen lernen

«Wenn du fliegen willst, musst du Dinge loslassen, die dich runterziehen.» Vorwärts kommen und Neues entdecken hat viel mit Loslassen zu tun. So einfach? Ganzer Impuls auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

deutschlandfunkkultur.de: Mehr Genügsamkeit, weniger Gier

Deutschlandfunk.de: Mehr Genügsamkeit, weniger Gier

Anerkennung und Bestätigung – als soziales Wesen braucht der Mensch das und will davon immer mehr. Die Forschung zeigt: Am meisten steht die Gier dem Glück der Genügsamkeit im Weg. Aber es gibt Stellschrauben um genügsamer zu werden. Ganzer Artikel auf Deutschlandfunk.de.

Mut zum Leben

Mutig sein - Mut zum Leben - Coachingimpuls

Der Anstubser von letzter Woche, hier als Reminder.

«Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?» Vor uns liegen grosse gesellschaftliche Herausforderungen. Und wir dürfen mitgestalten.

Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?

Vincent van Gogh (1853-1890), niederländischer Maler und Zeichner

Wenn ich ein Zitat für den Anstubser aussuche, höre ich auf mein Bauchgefühl. Was spricht mich an? «Mut, zu riskieren» hat entsprechende Signale ausgelöst.

Ein Blick auf unsere Gesellschaft und die momentanen Entwicklungen zeigt viele Herausforderungen – bestehende und solche, die auf uns zukommen werden.

So rechnen Fachleute in etwa 10 Jahren von bis zu 70 Prozent Arbeitslosen. Sie gehen davon aus, dass die Künstliche Intelligenz viele Berufstätige ersetzen wird.

Erste Ideen, wie diese Menschen dann ihre Zeit verbringen und wovon sie leben sollen, sind vorhanden. Es gibt ein Grundeinkommen das zudem verpflichtet, sich eine gewisse Zeit pro Woche sozial zu engagieren.

Die Idee klingt schon mal gut. Wie es dann sein wird, werden wir sehen.

Es ist eine gesellschaftliche Transformation im Gang, wie wir sie bis anhin nicht erlebt haben. Da sind natürlich viele Fragen offen. Für einen umfassenden Einsatz von KI sind zuverlässige Stromquellen, sogenannte Metalle der seltenen Erden und andere Rohstoffe etc. notwendig. Gleichzeitig werden diese Quellen unter anderem durch den Klimawandel unsicherer.

Da sind Grenzen und viele Unsicherheiten.

Solche Herausforderungen erfordern Offenheit und Mut. Mut, das eine zu tun und das andere nicht zu lassen?!

Riskieren und pflegen. Gegenwart und Zukunft verbinden. Auf das zählen können, was in uns und das mitbestimmen, was vor uns liegt. Werte und Herausforderungen.

Dabei sein. Mitgestalten. Aufmerksam sein, etwas wagen und sich selbst treu bleiben.

Es ist unsere Zukunft. Persönlich und gesellschaftlich.

Zeit, besonnen mutig zu sein. 🙂

Weiterführende Lesetipps

Vom Mut, unperfekt zu handeln

Entscheidungen treffen und vom Mut, unperfekt zu handeln

«Wer versucht, sich immer alle Türen offen zu halten, wird sein Leben auf dem Flur verbringen.» Entscheidungen mögen noch so schwierig sein, sie können uns auch enorm entlasten. Ganzen Impuls auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch lesen.

Psychologie-Heute.de: Über Mut

Was bedeutet mutig sein? Und wovon hängt es ab, ob jemand Mut zeigt?

Wir sprechen oft davon, dass jemand mutig ist. Doch was bedeutet das genau? Und wovon hängt es ab, ob jemand Mut zeigt? Spannender Artikel zum Thema Mut auf Psychologie-Heute.de.

Mut zum Aussteigen

Coachingimpuls: Sunk Cost Fallacy und der Mut trotzdem auszusteigen

Der Anstubser von letzter Woche, hier als Reminder.

«Wenn du im falschen Zug sitzt, steig am nächsten Bahnhof aus. Je länger du zum Aussteigen brauchst, desto teurer wird die Rückfahrt.» Bei einer Zugfahrt völlig logisch – doch was bedeutet das im übertragenen Sinn? Sofort reagieren, auch wenn man vielleicht schon so viel investiert hat ...?

Wenn du in den falschen Zug steigst, steig am nächsten Bahnhof aus. Je länger du zum Aussteigen brauchst, desto teurer wird die Rückfahrt.

Japanische Legende

«Einspruch!» lautet ein Buchtitel der österreichischen Journalistin und Publizistin Ingrid Brodnig. Darin geht es um Fake News, also absichtliche Falschinformationen. Wie wir diese erkennen, wie reagieren und darauf achten können, nicht «hereinzufallen». Und kennen Sie den Begriff «Sunk Cost Fallacy»?

Dabei geht es um unser Engagement für ein Projekt oder eine Überzeugung. Wir haben bereits viel Zeit und Geld investiert. Haben uns öffentlich klar zu einer Sache bekannt. Vielleicht auch emotional alles gegeben. Und irgendwann trifft uns die Erkenntnis, dass wir falsch liegen. Das ist hart! Und doch ist da etwas, das uns trotz dieses Bewusstseins blockiert.

Wir haben Angst, unser Gesicht zu verlieren und glauben, Aussteigen sei keine Option.

Und so bleiben wir lieber im falschen Zug sitzen. Im Gepäck eine ganze Liste von Argumenten, die wir so hindrehen, dass es passt. Wenn nur dieses elende Bauchgefühl nicht wäre.

Aussteigen, weil die Rückfahrt immer teurer wird.

Das Gesicht zu «verlieren», kann auch bedeuten, dass man ein anderes gewinnt. Das ehrliche, authentische, wahrhaftige.

Das wirkt befreiend.

Klare Signale sorgen für klare Verhältnisse. Die eigene Bestimmung erkennen und leben schenkt Kraft und Lebendigkeit.

Ein klarer Gewinn!

Weiterführende Tipps

Es darf sein …

Coachingimpuls: Vergangenheit darf so sein, wie sie ist.

«Mit dem Wissen von heute hätte ich gestern andere Fehler gemacht.» Gewisse Dinge hätten wir im Rückblick gerne anders gemacht. Wer kennt diese Gedanken nicht? Doch wäre «anders» wirklich besser gewesen? Ganzen Impuls auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch lesen.

brodnig.org: Bücher von Ingrid Brodning

Bücher von Ingrid Brodning

Die Bücher von Ingrid Brodnig gehen auf die Debattenkultur im Internet und ausserhalb ein und beleuchten die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Mehr lesen auf brodnig.org.

Sich zeigen dürfen

Coachingimpuls: Sich authentisch zeigen dürfen

Der Anstubser von letzter Woche, hier als Reminder.

«Es gehört Mut dazu, sich so zeigen zu wollen, wie man in Wahrheit ist.» Authentisch sein und sich zeigen dürfen, wie man ist? Ja. Weil Echtsein und Echtheit Klarheit schafft und uns allen gut tut.

Es gehört Mut dazu, sich so zeigen zu wollen, wie man in Wahrheit ist.

Søren Kierkegaard, dänischer Philosoph, Essayist, evangelisch-lutherischer Theologe und religiöser Schriftsteller

«… sich so zeigen zu wollen, wie man in Wahrheit ist.» Diese Aussage hat mich angesprochen.

Doch was bedeutet Wahrheit genau?

Wahrheit steht in Zusammenhang mit unserem subjektiven Empfinden und wird durch unsere Person definiert – aufgrund unserer Lebensgeschichte, unseres Wissens, unseren Kompetenzen etc. Dem gegenüber steht die Wirklichkeit – und diese orientiert sich an Fakten (Beispiel: Es ist 5 Uhr morgens).

Wahrheit hat also viel mit unserer eigenen Einschätzung zu tun. Daraus stellt sich mir die Frage: Wer bin ich? Was habe ich für eine Identität? Was darf diese Identität und was nicht?

Ich meine, sie ist gar nicht so einfach zu definieren. In verschiedenen Lebenskontexten haben wir ja verschiedene Rollen auszufüllen. Und wie schnell befinden wir uns auch in solchen, die wir meinen, spielen zu müssen. Vielleicht orientiert an (unerreichbaren) Vorbildern. Im Glauben, dass andere gut und vollkommen sind und wir mangelhaft …

Identität verlangt nach eigenen Überzeugungen. Sie verlangt danach, unsere Erziehung und Werte in einem gesunden Mass zu reflektieren. Sich für Sichtweisen und Wege bewusst zu entscheiden.

Und dann dazu zu stehen.

Dieses sich offen Zeigen, sich vielleicht auch Veränderung zu erlauben, braucht Mut (und bewirkt eventuell eher heimliche Bewunderung durch andere und nicht ihre Ablehnung). Müssen wir aber nicht wissen. Echt-sein ist für uns als Gesellschaft enorm wichtig. Es verhindert Lethargie, unterstützt Wachstum und sorgt dafür, dass wir flexibel bleiben.

Der Mut, sich zu zeigen, bereichert und vertieft unser einmaliges Leben

Weiterführende Lesetipps

Dem andern etwas zumuten …

Vertrauen tut gut und ermutigt

Wir alle gehen Herausforderungen unterschiedlich an. Die einen entschlossen, die andern etwas zurückhaltender. In beiden Fällen brauchen wir Menschen, die uns die nötigen Fähigkeiten zutrauen, um an den Aufgaben zu wachsen. Das Thema Zutrauen und Zumutung in diesem Newsletter.

An Weihnachten spielen Rollen keine Rolle

An Weihnachten spielen Rollen keine Rolle - ein Weihnachtsimpuls mit Tiefgang

Weihnachten steht vor der Tür und damit für viele Menschen auch grosse Herausforderungen. Stille Nacht, Heilige Nacht ist nicht immer nur heilig. Sie kann einen auch innerlich zerreissen. Vor allem, wenn man weiss, wie es sein könnte und sollte – und eben doch nicht ist. Einsamkeit, Trauer, Wut, Verluste – all das sind ungebetene Weihnachtsgäste, die manchmal trotzdem auftauchen. Ein Impuls für den Versuch von mehr Menschlichkeit. Weiterlesen auf christliche-lebensberatung.ch

Fliegen – ja, du kannst!

Coachingimpuls: Vom Mut fliegen zu lernen

Der Anstubser von letzter Woche, hier als Reminder.

«Du kannst fliegen, ja, du kannst! Lass den Wind von vorne wehn. Breite die Flügel, du wirst sehn: Du kannst fliegen, ja, du kannst!» Von Träumen, die trotz Widerständen Wirklichkeit geworden sind.

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