«Es geht nicht an, Menschen in Ecken zu schieben, in denen sie und ihre Probleme übersehen werden.» Wie Offenheit tiefe Begegnungen ermöglicht.
Es geht nicht an, Menschen in Ecken zu schieben, in denen sie und ihre Probleme übersehen werden.
Viktor Frankl (1905-1997), österreichischer Neurologe, Psychiater und Gründer der Logotherapie
Mir begegnen immer wieder Menschen, die an Krankheiten leiden, die für andere nicht deutlich sichtbar sind. Die Schwierigkeit liegt oft darin, dass, was wir nicht selbst schon erlebt haben, für uns wie nicht existiert. Und doch decken wir diese Menschen mit zahlreichen Ratschlägen zu.
Das kann für betroffene Menschen sehr schwierig sein, weil, wenn sie gefragt werden, sie nicht die richtigen Worte finden oder sie innerlich zu blockiert sind, um sich zu erklären.
Kommunikative und soziale Hürden bremsen aus.
In der Folge stellt sich für betroffene Menschen oft wenig Besserung ein. Doch gehört und gesehen zu werden, wäre eine der wichtigsten Voraussetzungen, um sich besser in die Gesellschaft integrieren zu können.
Und so bleibt ihr aufgezwungenes Geheimnis in ihrem kleinen stillen Raum. Oder wie es Frankl beschreibt «in einer Ecke.» Für uns erledigt. Nicht zu nahe. Keine Gefahr.
Doch Achtung:
Wir alle haben so einen Raum, in den wir niemanden so schnell hineinlassen. In diesem Raum befinden sich vor allem Scham-Themen. «Ich darf nicht so sein, wie ich bin.» «Ich werde nicht respektiert, wenn …» etc.
Jeder Mensch braucht mindestens eine Person, die ihn, die sie versteht. Wir brauchen einander nicht alles zu erzählen, doch das Gefühl, angenommen und verstanden zu werden, tut ausnahmslos allen gut.
Wir können betroffenen Menschen helfen, indem wir uns Zeit nehmen. Uns für sie und ihr Erleben interessieren, ohne dies unbedingt zu kommentieren.
Es geht nicht um die Frage, ob es diese Krankheiten überhaupt gibt.
Eine offene Haltung und ehrliches Interesse ermöglichen Persönlichkeitsentwicklung und Wachstum – auch bei uns. Diese menschliche Nähe lässt uns unglaublich wertvolle und unvergessliche Momente erleben.
So ermöglicht Offenheit tiefe und nachhaltige Begegnungen.
© coaching-persoenlichkeitsentwicklung.ch – 16.5.2026
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Ich freue mich jeweils auf den Anstubser und lese ihn mit Interesse. Für einen Elternabend im Kindergarten konnte ich einen Teil von einem Newsletter einsetzen. Manchmal begleiten mich Anstubsergedanken auch durch die Woche und geben mir eine neue Sicht. Danke!