«Den Fortschritt verdanken wir den Nörglern. Zufriedene Menschen wünschen keine Veränderung!» Fortschritt ist wichtig. Die Grundlage dafür ist oft Kritik. Und die ist – wohlwollend formuliert bzw. entgegengenommen – enorm wertvoll.
Den Fortschritt verdanken wir den Nörglern. Zufriedene Menschen wünschen keine Veränderung!
H. G. Wells, englischer Schriftsteller, Pionier der Science-Fiction-Literatur, Biologe, Historiker und Soziologe
Gleich vorweg: niemand, wirklich niemand mag Kritik! Sicher, es kommt immer auf die Art und Weise an, wie man kritisiert wird. Und auch – nicht zu unterschätzen – wer einen kritisiert. Ebenso macht es einen wesentlichen Unterschied, ob eine Kritik in gutem Sinne erfolgt oder in negativem. Bleiben wir bei der guten Kritik.
Kritik üben und entgegenehmen
Es gibt Menschen, die kritisieren unentwegt und weisen laufend auf alles hin, was in ihren Augen nicht gut läuft. Vor lauter Kritik grenzen sich die Empfänger:innen automatisch ab und hören den Inhalt nicht mehr. Und so werden wichtige Hinweise nicht bemerkt, die durchaus hilfreich wären.
Beide Seiten sind in der Verantwortung
Wer Kritik übt, sollte dies in sachlicher Weise und fachlich begründet tun. Feedbacks wie «Du schon wieder…» oder «Das lernst du nie!» sind für alle Beteiligten destruktiv und können in eine Endlosschleife von Anklage und Verteidigung führen. Absender:innen wie Empfänger:innen sind in der Verantwortung, Kritik wohlwollend sowohl zu formulieren, als auch entgegenzunehmen.
Wo Menschen sind, passieren Fehler.
Diese Tatsache sollten wir uns immer vor Augen halten, auch wenn wir selbst Kritik üben.
Zufriedenheit
Der Zitatgeber weist uns darauf hin, dass zufriedene Menschen keine Veränderung wünschen. Diese Einstellung kann genauso herausfordernd sein, wie zu viel Kritik.
Menschsein hat immer auch mit Weiterentwicklung zu tun. Einer Entwicklung, die unseren Kapazitäten entspricht. Das kann mal mehr oder – in stressigen Zeiten – gar nicht möglich sein. Denn übersteigt Kritik – und ist sie auch noch so sachlich – unser Aufnahmevermögen, prallt sie ab.
Balance finden und Schritte wagen
Wir dürfen uns darum wichtig genug nehmen. Unsere Möglichkeiten erkennen und für sie einstehen. Veränderung braucht immer Zeit. Wir sind keine Maschinen, die man einfach umprogrammieren kann. Aus Gedanken müssen zuerst Handlungen werden – und daraus Gewohnheiten entstehen.
Eine offene Haltung für sachliche Feedbacks von guten Freund:innen ist immer angebracht. Die nötige Veränderung schenkt unserem Leben mehr Zufriedenheit und Tiefgang. Es geht immer um kleine Schritte. Und nach und nach können die grossen entstehen.
© coaching-persoenlichkeitsentwicklung.ch, 28.9.2026
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Ich freue mich jeweils auf den Anstubser und lese ihn mit Interesse. Für einen Elternabend im Kindergarten konnte ich einen Teil von einem Newsletter einsetzen. Manchmal begleiten mich Anstubsergedanken auch durch die Woche und geben mir eine neue Sicht. Danke!