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  • Andreas Räber

Du kannst fliegen, ja, du kannst! Lass den Wind von vorne weh'n. Breite die Flügel, du wirst sehn:
Du kannst fliegen, ja, du kannst!

Reinhard Mey, deutscher Liedermacher

Kürzlich schlug mir YouTube einen Song von Reinhard Mey vor, aus meiner Sicht einem der ausdrucksstarksten Liedermacher im deutschsprachigen Raum. Es war ein Ausschnitt aus der Helene-Fischer-Show 2024. 

Sein Lied «Du kannst fliegen» war ursprünglich dem deutschen Luftfahrtpionier Otto Lilienthal gewidmet. Jetzt hat der mittlerweile über 80-jährige Mey es überarbeitet und auf seine eigene Lebensgeschichte umgeschrieben. Wie immer mit viel Tiefgang, und wie so oft kann ich mich als Hörer gut damit identifizieren. Text und Melodie laden ein, sich zu entspannen und mittragen zu lassen.

Was mit Träumen begann, wurde in einer einzigartigen Karriere Wirklichkeit. Über 3,7 Mio verkaufte Tonträger, wobei mir das bei ihm eine eher nebensächliche Rolle zu spielen scheint. Bei seinen Liedern ging es ihm immer darum, Menschen zu erreichen. Bis heute schafft er es, Texte zu schreiben und zu singen, die Herzen berühren (siehe dazu auch das Duett mit Helene Fischer im Lied «Wir»).

«Du kannst fliegen» ist ein enorm ermutigender Text. Kindheitsträume, die sich durch Hürden nicht aufhalten lassen. Da ist dieser eine Traum, eine Vision, die stärker ist als alle Widerstände.

Da stört es auch nicht, dass die Stimme mittlerweile brüchiger geworden ist. Nein, sie muss so sein! So wird das fast andächtig gesungene, manchmal geflüsterte Lied glaubwürdig und lebensnah.

Dieser Text, dieses Ganze nimmt mich in meine eigene Selbstreflexion hinein. In meine eigene Kindheit mit all meinen Träumen, Hürden, Erfolgen und Niederlagen. Ich bekomme Mut, meinen Weg weiterzugehen.

Was gibt es Schöneres, als zu erleben, wie Träume sich in der Wirklichkeit anfühlen.

Abheben kann so ermutigend sein …

Weiterführende Lesetipps

Lebensträume – Träume leben

Lebensträume, Träume Leben

Das Lied «Du kannst fliegen» habe ich im Artikel «Lebensträume – Träume leben» für das christliche Medienunternehmen ERF Medien aufgegriffen:

Hast du Lebensträume? Ideen, die dich begleiten und dir keine Ruhe lassen? Etwas, das nach Aufmerksamkeit verlangt, dich antreibt und umgesetzt werden will? Manchmal wirken Lebensträume auch still und leise und werden uns erst bewusst, wenn das Leben sich vielleicht dagegenstellt. Eines ist jedoch klar: Lebensträume beflügeln und geben unserem Leben Sinn.

«Du kannst fliegen»

Reinhard Mey in der Helene Fischer Show: Du kanst fliegen

Reinhard Mey singt es Ihnen gerne vor auf YouTube.com.

Fussabdrücke hinterlassen Spuren

Coachingimpuls: Bewusster Leben - zu fuss gehen

Der Anstubser von letzter Woche, her als Reminder.

«Nur wo du zu Fuss warst, bist du auch wirklich gewesen.» In einer ausgefüllten und schnelllebigen Zeit müssen wir fokussierter arbeiten. Moderne und immer besser werdende Technologie unterstützt uns. Und doch fehlt uns dabei oft etwas.

Nur wo du zu Fuss warst, bist du auch wirklich gewesen.

Johann Wolfgang von Goethe

Aktuell lese ich ein Buch über Depressionen, wie sie möglicherweise entstehen und wie sie geheilt werden können. Dabei stosse ich unter anderem auf den Begriff «Neuroplastizität». Einfach erklärt: Unsere Wahrnehmung verändert sich laufend.

Setzen wir uns mit positiven Nachrichten auseinander oder ordnen Ereignisse positiv ein, werden unsere positiven Synapsen (neuronale Verknüpfungen) im Gehirn gefördert – was zu einer positiveren Lebenseinstellung führt. Natürlich gilt das auch für negative Wahrnehmung und anderes.

Unser Fokus bestimmt, was wir wahrnehmen.

Ein Blick ins Jahr 1860 zeigt, dass wir Schweizer damals nahezu zur Hälfte im Landwirtschaftsbereich tätig waren und zu zirka 11 Prozent im Dienstleistungssektor. Im Jahr 2024 arbeiten knapp 78 % im Dienstleistungssektor und nur noch 2,3 % in der Landwirtschaft. Der Rest ist in der Industrie tätig.

In dieser Zeitspanne haben wir unser Leben grösstenteils vom Aussen ins Innen verlagert. In der Folge nehmen wir unseren äusseren, natürlichen Lebensraum viel weniger wahr.

Durch diesen Fokuswechsel verlieren wir den direkten Bezug zur Natur.

In seinem Buch «Künstliche Intelligenz und echtes Leben» beschreibt der deutsche Philosoph Christian Uhle ein praktisches Beispiel:

Früher mussten wir einen Baum mit einer Axt umhauen. Durch diese Auseinandersetzung, den Aufwand und Widerstand, hatten wir einen Bezug zu diesem Baum. Dank Motorsägen fällt diese Herausforderung weg. Oft geht es heute um eine möglichst hohe Anzahl an gefällten Bäumen.

Der Baum wird zum identitätslosen Objekt. Zum Auftrag. Nach kurzer Zeit ist er aus unserem Gedächtnis gelöscht. Der mit der Axt gefällte Baum bleibt uns besser in Erinnerung.

Die Technologie erleichtert uns Vieles – und nimmt uns doch sehr viel Menschliches und Sinnstiftendes. Ganz schleichend.

Es geht mir nicht darum, Technologie als etwas Schlechtes darzustellen. Zudem ist sie aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

Doch jeder Fussabdruck hinterlässt Spuren. Ob wir «zu Fuss gegangen» sind, ob wir «die Axt benutzt» haben, erkennen wir vielleicht am besten am anschliessenden Gefühl, wirklich gelebt zu haben.

Weiterführende Lesetipps

Sich Lebensqualität erlauben

Coachingimpuls, Thema Lebensqualität. Wer langsam geht, kommt auch zum Ziel.

«Wer langsam geht, kommt auch zum Ziel.» Über Selbstsabotage im Kopf und warum Umdenken lohnend sein kann. Ganzen Impuls auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch lesen.

bfs.admin.ch - Indikatoren der Lebensqualität

BSF. Admin.ch: Indikatoren der Lebensqualität

Ungefähr 30 Indikatoren vermitteln ein Bild über die Lebensqualität in den Partner-Städten des City Statistics in der Schweiz. Mit einem Konzept der Lebensqualität wird versucht, das Wohlbefinden der Bevölkerung in seinen verschiedenen Dimensionen zu messen. Wohlbefinden wird sowohl durch materielle Lebensbedingungen als auch durch das subjektive Empfinden der Lebensqualität bedingt. Zu den Dimensionen der materiellen Lebensbedingungen gehören Einkommen und Erwerb sowie Wohnsituation. Die immateriellen Dimensionen der Lebensqualität umfassen Gesundheit, Bildung, Qualität der Umwelt, persönliche Sicherheit, Bürgerbeteiligung und Work-Life Balance. Ganzen Artikel auf bsf.admin.ch lesen.

Wohlstand neu definieren

Wohlstand neu definieren

Der Anstubser von letzter Woche, hier als Reminder.

«Lieber etwas weniger Wohlstand, aber dafür etwas länger.» Bei Diskussionen oder politischen Abstimmungen wird Wohlstand gerne als Argument für oder gegen etwas eingesetzt. Schliesslich wollen wir gut leben! Da lohnt es sich, genauer hinzusehen.

Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern, aber du kannst dort beginnen, wo du bist und das Ende ändern.

C.S. Lewis, irischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler

Zurückzublicken und sich zu reflektieren ist so eine Sache. Je nach aktueller Stimmung fällt das Fazit besser oder schlechter aus. So sind wir Menschen nun mal.

Wir brauchen einen Rahmen, der uns hilft, unseren bisherigen Weg und uns und unsere Mitmenschen einzuordnen. Dabei beurteilen wir nach positiv oder negativ. Nach gewinnen oder verlieren. Wir ordnen ein nach links, Mitte, rechts. Nach konservativ oder progressiv. Nach …

Lassen Sie uns all diese Einstufungen einfach mal beiseite legen. Auch unseren Mitmenschen gegenüber. So wird unser Kopf freier und unsere Brust kann sich öffnen, zumindest gefühlsmässig.

Statt zu vergleichen, gehen wir davon aus, dass wir alle, obwohl unterschiedlich, unterwegs sind. Auf einem Lebensweg, der uns viel Spielraum und viele Möglichkeiten und sicher auch Grenzen setzt.

Manche Möglichkeiten konnten wir bisher nicht nutzen. Es fehlte uns die Zeit, das Wissen, die Einsicht, die … Einiges wird mit der Zeit und mit unserer Entwicklung realistischer. Anderes ist vielleicht gar nicht mehr relevant. Am Ende bleibt das Wesentliche.

Den Anfang brauchen wir nicht zu ändern. Das entspannt. Es geht nur noch um die aktuellen Möglichkeiten. Um die möglichen. Richten wir unsere Energie auf sie!

Weiterführende Lesetipps

Gestaltungsmöglichkeiten wahrnehmen

Gestaltungsmöglichkeiten wahrnehmen, Perspektiven säen

«Some day we will all die, Snoopy», sagt Charlie Brown in einem Cartoon zu seinem Hund. «True, but all the other days we will not.» Wie recht er doch hat. Snoopy’s einfache Logik berührt mich immer wieder. Unser ganzes Leben lang leben wir und haben Gestaltungsmöglichkeiten. Ganzen Impuls auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch lesen.

Den richtigen Beruf/Job finden? Unsere Möglichkeiten.

Den richtigen Beruf/Job finden? Unsere Möglichkeiten.

Das Gefühl, im falschen Beruf oder Job zu sein, ist schon länger da. Sich am frühen Morgen aufzuraffen, wird immer schwerer. Die Arbeit fällt immer mehr zur Last. Da ist dieser Gedanke, den richtigen Beruf verfehlt zu haben. Was nun? Einen neuen, bzw. den «richtigen» Beruf, Job suchen? Anregungen zum Nachdenken hier im Fokus. Schritt für Schritt eine berufliche Neuorientierung wagen. Ganzen Artikel auf ausbildung-tipps.ch lesen

Klickpause. Reflexionspause.

Klickpause: Unabhäniger werden vom Internet

Der Anstubser von letzter Woche, hier als Reminder.

«Ich vermisse mein Prä-Internet Gehirn.» Wie war das doch damals? Was war anders? Welche Vorteile hatten wir? Zeit für eine Klickpause?

Erst der Mut zu sich selbst wird den Menschen seine Angst überwinden lassen.

Viktor Frankl

Viktor Frankl gehört zu den Menschen, die lange Zeit in einem KZ inhaftiert waren, immens viel Leiden sahen und selbst an Körper, Geist und Seele aushalten mussten. Von ihm stammt das Buch «Trotzdem ja zum Leben sagen», worin er über seine Zeit im KZ schreibt, sich jedoch weigert, sich als Opfer zu sehen.

Es ist ein Buch mit einer Geschichte, die mir immer wieder einfällt. Meistens dann, wenn ich das Gefühl habe, ausgeliefert zu sein.

Trotzdem ja zum Leben sagen. Trotzdem seinen Wege gehen. In einer Welt, in der wir uns so vieles anders wünschen. Für die eigenen Werte einstehen, auch wenn wir uns missverstanden und alleine fühlen.

Mut bedeutet, trotz Gefahren, trotz Unsicherheit vorwärts zu gehen, sich selbst treu zu sein. Immer wieder die eigenen – wenn auch manchmal nur kleinen – Handlungsmöglichkeiten suchen, entdecken und wagen.

Mut bedeutet, sich der Frage zu stellen: «Was will ich mit meiner begrenzten, einzigartigen Lebenszeit machen?» Zu wissen, dass wir in die Geschichte integriert sind und sie heute mitschreiben.

In dieser Geschichte schreiben wir vielleicht ein Kapitel, eine Überschrift, einen Satz oder ein Wort. Einen Doppelpunkt, der die Bedeutung von dem, was nach uns passiert, hervorhebt. Ein Komma, damit ein Satz verständlicher wird.

Manchmal mehr, manchmal weniger. Aber immer bedeutsam!

Mut und unsere eigene Würde sind es letztendlich, die uns helfen, unsere Werte immer besser zu leben. Vielleicht nicht im grossen Stil. Aber als Samen für die zukünftige Generation.

Weiterführende Lesetipps

Vom Mut, unperfekt zu handeln

Entscheidungen treffen und vom Mut, unperfekt zu handeln

«Wer versucht, sich immer alle Türen offen zu halten, wird sein Leben auf dem Flur verbringen.» Entscheidungen mögen noch so schwierig sein, sie können uns auch enorm entlasten. Und wer sich nicht entscheidet, entscheidet sich trotzdem. Ganzer Impuls auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

Wer bin ich? Antworten finden mit dem Enneagramm

Vom Umgang mit Scheitern. Wahrnehmen. Akzeptieren. Weitergehen.

Wer bin ich? Das ist eine wichtige Frage, wenn nicht die wichtigste überhaupt. Wenn alles einigermassen gut läuft, finden wir das im Lauf unserer Kindheit und Jugend ganz automatisch heraus. Aufgrund unserer Neugier und durch unsere unzähligen kleinen und grossen Erfolge und Niederlagen. So werden wir uns unserer selbst bewusst. Entwickeln Selbstbewusstsein. Doch wo läuft schon alles gut?! Vielleicht ist es an der Zeit, dass Sie sich einmal ganz konkret zu beantworten suchen: Wie ticke ich eigentlich? Was genau macht mich aus? Dabei kann das Enneagramm ein wertvoller Spiegel sein. Erfahren Sie mehr in diesem Artikel auf christliche-lebensberatung.ch.

Einfach leben oder einfach leben?

Coachingimpuls: Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geliehen

Der Anstubser von letzter Woche, hier als Reminder.

«Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.» Ausleihen bedeutet Verantwortung.

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