Weihnachtsstress, nein danke! Es geht auch anders.

Weihnachten naht. Eine Zeit, die mit verschiedenen Gefühlen besetzt ist. Unser Denken und unser Körper signalisieren uns vielleicht: «Weihnachten – das gibt Probleme. Stress am Arbeitsplatz, in der Familie und vielleicht sogar mit uns selbst.» Dabei können wir selbst am meisten Einfluss auf diese grundsätzlich besondere Zeit nehmen. Es beginnt mit kleinen Schritten. 

Da ist es wieder, dieses alte Gefühl. Schon in der Kindheit war vielleicht klar, dass Weihnachten nichts Gutes verheisst. Die Eltern hoch angespannt, was sich 1:1 auf die Kinder übertrug. Die Freude auf die Geschenke war gross. Und die Erwartung an das «heilige Miteinander» noch grösser. Wer bekommt das grösste Geschenk? Denn der ist den Eltern am meisten wert, so die kindliche Logik. Die Anspannung bringt viel Frustration. Typisch Weihnachten. Und diese Erfahrungen und daraus resultierenden Gefühle speichern wir als unsere persönliche Weihnachtsstimmung ab. Nehmen sie mit in unser weiteres Leben. Wir wissen, wie Weihnachten ist!

Weihnachten in einem neuen Licht sehen

Der Unterschied zwischen sein und sich verhalten

Die österreichische Autorin Sonja Radatz schreibt in ihrem Buch «Beratung ohne Ratschlag», dass Menschen, die wir als «der ist so», «typisch XY» etc. einordnen, sich nur schwer verändern können. Anders ist es, wenn wir von «er hat sich so und so verhalten» sprechen. Wer etwas ist, kann sich nur schwer verändern. Wer etwas tut, schon. Diese innere Haltung kommt aus dem systemischen Coaching. Der Coach ist überzeugt, dass Verhalten verändert werden kann. Was hat dies mit Weihnachtsstress zu tun? Im Denken und Verhalten liegen grosse Chancen. Auch für Weihnachten.

Die Verhältnisse korrigieren

Der griechische Philosoph Epiktet war der Überzeugung:

«Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinung, die wir von den Dingen haben.»

Erfahrungen sind – richtig eingeordnet und reflektiert – wertvolle Kompetenzen. Doch Erfahrungen können auch hinderlich sein. Der amerikanische Autopionier Henry Ford weist in seiner Biografie darauf hin, dass Experten oft nur sehen, was undurchführbar und somit nicht veränderbar ist. Viel zu oft richten wir unseren Blick auf die Schwierigkeiten.

«Problem talking creates problems, solution talking creates solutions»

meinte Steve de Shazer, ein amerikanischer Psychotherapeut und Autor.

Der Fokus auf Probleme fördert Probleme. Der Fokus auf Lösungen hingegen bringt Lösungsansätze hervor. Konkret bedeutet dies zum Beispiel, dass am Mitarbeitergespräch nicht die Frage im Raum steht, was alles falsch gemacht wurde, sondern was in Zukunft alles verändert werden könnte. Dieser Ansatz ermöglicht neue Motivation und Energie. Und Weihnachten?

Weihnachten in einem neuen Licht sehen

Anders über Weihnachten zu denken als unsere Erfahrungen es vermitteln, fühlt sich zuerst falsch an. Ähnlich einem Mobilé, das ins Schwanken gerät. Das ist völlig o.k.

Neue Wege, auch in unserem Denken, müssen zuerst gebahnt werden, bevor sie positive Gefühl hervorrufen.

Unsere Erinnerungen lösen automatisiert Gedanken aus, die entsprechende Gefühle nach sich ziehen. Sie sind wie Muskelkater. In Sachen Weihnachhen haben wir von klein an unsere Erfahrungen gesammelt und halten diese seither für wahr. Die eigene, oft unreflektierte Logik wird zur eigenen Wahrheit.

Erst im Vergleich können Menschen, Dinge oder Ereignisse wie Weihnachten anders erscheinen.

Manchmal müssen solche Wahrheiten revidiert werden. Mit anderen Handlungen und Erlebnissen verknüpft. Jeder kleine Schritt ist ein grosser Erfolg.

Die Verhältnisse in einem anderen Licht sehen: Zu erkennen, was in unserem Denken und demzufolge auch körperlich abgeht, ist der erste Schritt  zur Veränderung. Vielleicht sogar im Berufs– und Lebensalltag.

Dieser Prozess kommt dem Sinn von Weihnachten sehr nahe!

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