Pfingsten: gelebte Freundschaft und ihre Auswirkungen

Karfreitag, Ostern, Auffahrt und Pfingsten. Christlichen Feiertage sind für die meisten von uns willkommene Freitage. Doch der Hintergrund ist oft unbekannt. Und damit auch die Frage, welche Bedeutung diese Feiertage damals hatten und was wir von ihnen für heute lernen können. In diesem Blog: Pfingsten unter der Lupe.

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Besonders in kritischen Zeiten wünschen wir uns gute Freunde, die zu uns halten. Diese Nähe und sein zu dürfen, wie man eben ist, gibt uns das Gefühl, getragen zu sein. Dies gibt uns Kraft, die wir nicht selbst entwickeln können. Wir brauchen andere Menschen! Dies zeigt sich zum Beispiel in den sozialen Netzwerken. Eine andere, spezielle Dimension von Freundschaft wird uns mit dem christlichen Feiertag Pfingsten dargelegt. Die Geschichte von einer neuen «Freundschaft».

Pfingsten: gelebte Freundschaft und ihre Auswirkungen

Pfingsten: Der Nachfolger tritt seine Berufung an

Laut dem biblischen Bericht empfangen an Pfingsten die Gläubigen den Heiligen Geist. Er wird als Nachfolger von Jesus Christus beschrieben. Der Heilige Geist ist zwar nicht sichtbar, sein Handeln jedoch sehr wohl (siehe dazu auch Pfingstereignis). Die beschriebenen Auswirkungen sind für uns heute etwas irritierend. Ich möchte mich ganz bewusst auf andere Auswirkungen dieses Ereignisses fokussieren. Ein typisches Zeichen war der Mut der damaligen Christen, die trotz römischer Herrschaft zu ihrer inneren Überzeugung standen.

Für Überzeugungen einstehen

Es ist beeindruckend, wie die in der Apostelgeschichte beschriebenen Nachfolger von Jesus Christus sich veränderten. Zum Beispiel der Jünger Petrus. Vor der Kreuzigung hat er seine Bekanntschaft mit Christus drei Mal verleugnet. Nach dem Pfingstereignis trat er öffentlich auf, stand zu seiner Überzeugung und fürchtete selbst die römische Herrschaft nicht.

Diese innere Wandlung finde ich sehr beeindruckend. Die eigene Überzeugung authentisch zu leben, muss nicht zwingend Widerstand bedeuten. Eine offene und faire Kommunikation, gelebte Gleichwertigkeit, und ein aktives Sicheinbringen in gesellschaftliche Herausforderungen sind oft nachhaltiger.

Glaube fördert Entwicklung

Die Präsenz des Heiligen Geistes bedeutet: Da ist jemand, der an mich glaubt. In mich investiert. Der für mich da ist. Eine besondere Zusage, die ermutigt. In so einer Atmosphäre ist Entwicklung möglich und Menschen können über sich und ihre Grenzen hinauswachsen. Kommt, wie im Beispiel von Pfingsten, noch etwas Übersinnliches dazu, kann dies zusätzlich an Bedeutung gewinnen. Das Gefühl, Teil eines grösseren Planes zu sein, ergibt dem Leben tiefen Sinn. Glaube wirkt.

Freundschaften aufbauen

Freundschaften aufbauen heisst geben und nehmen. Das ist ein wichtiges Prinzip unseres Menschseins. Wir investieren in Beziehungen und machen uns dabei verletzlich. Doch authentisch zu sein gegenüber sich selbst und andern ist eine wichtige Lebensgrundlage. Das Gefühl, dass jemand auf «unserer Seite» steht, dass wir verstanden werden, ist enorm ermutigend und löst viel Positives aus.

Von Pfingsten können wir lernen, welche Auswirkungen Freundschaften, geklärte Beziehungen und Dazugehören haben können.

Weiterführende Tipps

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.