Optimale Voraussetzungen für Veränderung schaffen

Optimale Voraussetzungen für Veränderung schaffen
Veränderungen passieren langsam (Bild: © Fokus-Naturfotografie.ch - Andreas Räber)

Immer wieder begegnen mir Menschen, die eine berufliche Selbstständigkeit gewagt haben. Sie erzählen von ihren Anfängen. Von den Gründen, warum sie diesen Weg gegangen sind. Sie erzählen von latenten Ängsten, von Vorgesetzten und Mitarbeitern, mit denen es schwer war, zusammenzuarbeiten. Ihre Situation verlangte nach einer nachhaltigen Veränderung.

Im Grund genommen haben sie mit ihrem Entscheid zur beruflichen Selbstständigkeit vor allem eins gemacht: Sie haben das Umfeld geändert und sich so optimale Voraussetzungen geschaffen, um ihre Kompetenzen auf Ihre Art und Weise einzusetzen. Freiraum für Gestaltung.

Nicht alle schaffen den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit. «Viele Berufstätige träumen davon, sich selbständig zu machen» schreibt Coachingplus auf seiner Webseite, gibt Tipps und beschreibt die Voraussetzungen, die jemand mitbringen muss. Herausforderungen wie Start- oder auch Krisenfinanzierung sind nicht von der Hand zu weisen. Und trotzdem. Stimmt das Umfeld, geht man mehr Risiken ein.

Was, wenn die Voraussetzungen im Umfeld nicht gegeben sind?

Wer seinen Traumjob erwischt hat, kann sich freuen. Zumindest, solange das Umfeld gleich bleibt. «Geschäftsentscheide», neue Vorgesetzte oder Veränderungen am Markt können das Umfeld innert kurzer Zeit auf den Kopf stellen. Und dann? Den Job, Vorgesetzte oder Mitarbeiter wechseln? Wir haben Einfluss, sind allerdings auch Vielem ausgesetzt. Äussere Dinge können sich schnell ändern. Den grössten Einfluss können wir selbst nehmen. Indem wir flexibel sind. Offen für Neues. Nur eben – das geht nicht immer. Das geht manchmal, unter den richtigen Voraussetzungen. Mit der entsprechenden Kaderstellung. Aber am Ende des Rattenschwanzes gibt es die grössten Schwingungen …

«Wir können Menschen nicht ‚in eine bestimmte Richtung verändern‘ – die Entscheidung, sich in einer ganz bestimmten Art zu verhalten oder nicht zu verhalten, bleibt ganz allein beim Einzelnen.»

Sonja Radatz

Veränderungen am Arbeitsplatz sind grundsätzlich normal. Vieles hängt von einer offenen Kommunikation ab. Mitarbeiter, die in einen Veränderungsprozess mit einbezogen werden, tragen Veränderung grundsätzlich nachhaltiger mit. Druck ist ein Mittel, dass meistens nur kurzfristig wirkt. Die mittel- und langfristigen Folgen, bis hin zum Burnout, werden unterschätzt.

Damit sich Menschen einfacher verändern können, damit sie bewusst in den Entwicklungsprozess einbezogen werden können, braucht es entsprechende Voraussetzungen und ein günstiges Umfeld. Ein von Wertschätzung geprägtes Arbeitsklima und eine offene Unternehmenskultur. Nachhaltig vorgelebt.

 

 

 

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