«Ohne Ansehen der Person» ist ein Zitat, das verwendet wird, wenn zwischen zwei Personen die Hierarchiestufe wegfällt. Wenn jemand keine Rücksicht auf Rang oder Statussymbole nimmt. Krimilegende Inspektor John Rebus (Autor: Ian Rankin) ist so eine Persönlichkeit, bei der es Vorgesetzte schwer haben. Rebus ist einer jener Menschen, die nur wenig Respekt vor Menschen mit besonderem Status hat. Seine Form von gelebter Gleichwertigkeit ist zwar respektlos, führt ihn in den Geschichten aber oft zur Auflösung des Falls. Gleichwertigkeit im Coaching ist anders. Ein Einblick.
Die Themen im Überblick:
Gleichwertigkeit im Coaching
«Ich bin o.k. Du bist o.k.» Das klingt billig. Soll es jedoch nicht sein. Gleichwertigkeit ist die Grundlage aller Kommunikation und … vieler Konfliktlösungen. Wir definieren unseren eigenen Wert nicht selten über unseren Beitrag in einer Gruppe. Dabei ist es uns wichtig, Recht zu bekommen. Weil dieses Recht als akzeptiert Sein eingestuft wird.
Auswirkungen der gelebten Gleichwertigkeit
Gelebte Gleichwertigkeit hört den andern, nimmt ihn wahr und akzeptiert das anders Sein und Fremdmeinungen. Diese gelebte Gleichwertigkeit ist dann möglich, wenn wir um unseren eigenen Selbstwert wissen. Wird Gleichwertigkeit gelebt, können sich beide Parteien besser öffnen.
Genau darum ist diese innere Einstellung enorm wichtig beim Coaching. Damit sich Ratsuchende ernst genommen fühlen und sich so auf den Prozess einlassen können.
«Manche Menschen machen die Welt besonders, in dem sie einfach da sind …»
Unbekannt
Ohne Leistung wertvoll sein
Vielleicht wissen wir das ja. Vielleicht haben wir es schon oft gehört. Gesehen, gehört und verstanden werden – das tut uns allen wohl. Und trotzdem ist dieser Gedanke für uns – insbesondere in Krisenzeiten – unvorstellbar. Er rutscht irgendwie nicht vom Kopf zum Herzen hinunter. Kein Wunder, leben wir doch in einer sehr leistungsorientierten Gesellschaft. Wenn unser Umfeld auf Leistung getrimmt ist, fällt es schwer, das Gegenteil zu leben. Krankheit oder das Alter können uns immer mehr Möglichkeiten zur Leistung rauben.
Gesehen, gehört und verstanden werden
Solche Gedanken will ein Coaching durchbrechen. Gesehen, gehört und verstanden werden, als Vorgabe. Nur so können sich Ratsuchende für neue Denk- und Sichtweisen öffnen. Dies führt zur der Erkenntnis: «Ich darf mich anderen zumuten», ein Zitat, das «leistungsfrei» ist. Die eigene Selbstwirksamkeit entdecken. Aus einer inneren Überzeugung heraus Gleichwertigkeit leben.
Wir unterschätzen allzu oft unsere Bedeutung für andere Menschen. Präsenz wirkt. Und das mehr als wir glauben!
© coaching-persoenlichkeitsentwicklung.ch, aktualisiert am 23.6.2026/Andreas Räber
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