Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf unsere berufliche Zukunft

Digitalisierung und «Industrie 4.0»
«Industrie 4.0» ist eines von vielen Schlagworten im Zusammenhang mit der Zukunft.

Laut Experten ist in 20 Jahren jeder Zweite ohne Arbeit.

Focus.de schreibt im Artikel «Folge der Digitalisierung – Job-Hammer: Roboter ersetzen die Hälfte der deutschen Arbeitsplätze» (27.3.17), dass laut Experten in 20 Jahren jeder Zweite in Deutschland ohne Arbeit sein wird. Im Klartext ein Schreckensszenario. Wirtschaftlichkeit und Rendite um jeden Preis. Kosten senken. Ja – letztendlich aber nur bei den Unternehmen. Und nur, wenn man vergisst, dass auch arbeitslose Menschen Kosten verursachen.

Digitalisierung und «Industrie 4.0»

«Industrie 4.0» ist eines von vielen Schlagworten im Zusammenhang mit der Zukunft. «Industrie 4.0» bedeutet laut Wikipedia.org: «Die industrielle Produktion soll mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt werden. Technische Grundlage hierfür sind intelligente und digital vernetzte Systeme.» Daten sammeln, auswerten, vernetzen und nutzen. Weil es viele machen, müssen es möglichst alle tun. «Die Digitalisierung ist ein Trend, der vor keinem Unternehmen halt macht.» schreibt die Zürcher Wirtschaft im Artikel «Die Digitalisierung wird bei KMU wichtiger» (Ausgabe vom 13.4.17)

Was bedeutet das für Otto Normalverbraucher?

Er steigt in sein Auto, das von nun an selbst fährt. Otto N. kann es sich während dieser Zeit gemütlich machen oder produktiv sein. Denn Zeit ist Geld. Umfangreiche Netzwerke und Software sorgen dafür, dass die Züge automatisch von A nach B fahren und der Lokführer ersetzt wird. Wer weiss, vielleicht werden wir noch begrüsst. Von einem Roboter.

«Was ist meine Arbeit, meine erbrachte ‚Leistung gegen Lohn‘, in Zukunft noch wert, wenn eine Maschine in der Lage ist, sie um ein Vielfaches schneller und kostengünstiger zu bewerkstelligen?»

© Fokus.de

Vielleicht denken wir: «In meinem Job braucht es immer Menschen.» Zum Beispiel in der Pflege. Vielleicht ist das eine Jobversicherung. Vielleicht auch nicht. An Pflegerobotern wird jedenfalls gearbeitet.

«Anders als in früheren Umbrüchen trifft der Jobabbau auch die Hochqualifizierten. Technologie lernt, versteht Muster, scannt Millionen von Daten in Bruchteilen von Sekunden. Sie unterrichtet Studenten, diagnostiziert Krankheiten und klärt Rechtsfragen.»

© Fokus.de

Früher ging es auch

Wie lauten die neuen Spielregeln? Es lässt sich nicht abstreiten, dass es immer Berufe geben wird, in denen sich der Mensch nicht ersetzen lässt. Zudem bleibt zu überlegen, was ist, bei 50 Prozent Arbeitslosen. Das sind nachhaltige Fragen, vor denen auch die Industrie die Augen nicht verschliessen kann.

«Was nützt eine noch so hohe Rendite, wenn gleichzeitig eine hohe Arbeitslosigkeit besteht?»

Der Computer lernt, wie der Mensch, immer rückwärts und spekuliert vorwärts. Zukunft ist immer ungewiss. Sie kann aus dem Rahmen fallen. Die Logik verlassen. Das lehrt uns die Vergangenheit nur all zu oft.

In welchem Mass der Mensch wirklich ersetzt werden kann, lässt sich heute nicht voraussagen. Wenn neue Berufe entstehen, wenn Branchen wie Pflege oder IT, bei denen es dauernd an Fachpersonal mangelt, profitieren können, kann einiges aufgefangen werden. Das bringt Veränderung mit sich.

Maschinen lassen sich nicht motivieren und Menschen sich nicht tunen

Digitalisierung ja – aber nur teilweise. Profit und Kostensenkung um jeden Preis geht nicht überall. Fehler passieren auch bei Robotern. Es geht letztendlich nicht um die Frage, ob Digitalisierung, sondern wie viel. Vernetzung macht anfällig, Netze können gehackt werden. Und was tun wir, wenn der Strom mal landesweit und länger ausfällt? Wir können nicht alles verhindern, nur eingrenzen. Alles auf eine Karte setzen, macht Menschen inkompetent und Maschinen unersetzbar. Use it or lose it.

«Kompetenzen brauchen Nahrung und Entwicklungsmöglichkeiten. Denken kann man nicht outsourcen.»

«Der Mensch ist das höchste Gut einer Unternehmung»

Dies ist auch heute noch wahr. Empathie, zuhören Können, Soziale Kompetenz. Nicht alles kann als Daten erfasst und ausgewertet werden. Dazu braucht es die Beurteilung von Menschen. Skills können buchhalterisch nicht erfasst werden, haben aber einen grossen Einfluss auf den Erfolg einer Unternehmung.

«Der Mensch will Menschen, die ihn und seine Gefühle wahrnehmen. Blech und Stahl erzeugen keine Wärme, die man fühlen kann.»

In Menschen investieren

Pflege, Ausbildung, Betreuung – das sind Berufsbereiche, in denen Menschen schwer ersetzbar sind.

«Am Du werden wir erst zum Ich.»

so der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber.

Will heissen, Persönlichkeitsentwicklung geschieht über unsere Mitmenschen. Dieser Bereich lässt sich durch keinen PC weder durch noch so viele Daten ersetzen!

Berufe, die sich nur in kleinen Bereichen digitalisieren lassen.

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