Nicht das Amt ehrt den Mann, sondern der Mann ehrt das Amt.
Beim Lesen dieses Zitats fallen mir diverse Politiker:innen ein, die ihrem Amt aktuell keine Ehre machen, sondern es für ihre eigenen Bedürfnisse missbrauchen. Mit fatalen Folgen. Was können wir dagegen tun? Wo können wir uns mit anderen, wertvollen Werten einbringen? Gegensteuer geben!
Der Mann oder die Frau ehrt das Amt. Diese Klarstellung tut mir wohl.
Es ist richtig und wichtig, dass wir, bevor ein Amt oder eine Führungsrolle neu vergeben wird, nach den Kompetenzen der möglichen Bewerber:innen fragen. Um bestehen zu können, braucht es ein umfangreiches Wissen. Doch Wissen allein genügt nicht.
Erst das Verstehen, das Erkennen Zusammenhängen und das beherzte Umsetzen machen Wissen wertvoll.
Das werden die meisten von uns können. Und doch fällt mir immer wieder auf, wenn bei Menschen die persönliche Überzeugung spürbar ist. Am besten können wir das im Teamsport beobachten. Das Quäntchen Glück ergibt sich oft durch einzelne Spieler:innen. Die ihren inneren Drang im richtigen Moment ausleben.
Gelebter Wille und Überzeugung sind ansteckend.
An der letztjährigen Frauenbussball-EM in der Schweiz lag England oft zurück. Bis die erfahrende Spielerin Chloe Kelly eingewechselt wurde. Wenn sie das Spielfeld betrat, tat sie das in einer besonderen Weise. Sie zog ein Knie weit nach oben und hüpfte dann von einem Bein aufs andere wie im Galopp. Mit Kelly konnte England das Spiel noch wenden. Ihre Pässe, ihre Bereitschaft, alles zu geben, war spürbar und wird mir unvergesslich bleiben.
Nicht das Amt zählt, sondern die Verantwortlichen. Es ist der Wille, unsere Persönlichkeit und Überzeugung zu leben. Dazu müssen wir um beides wissen. Unsere Werte und Ziele kennen.
Dann können wir nicht anders, als sie zu leben. Im Kleinen wie im Grossen.
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Eigenverantwortung wahrnehmen
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«Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten.» - «Das habe ich schon 100-mal gesagt» ist eine Aussage, die wir wohl alle kennen. Doch manchmal sind 100-mal eben 99-mal zu viel. Der Weg zur Veränderung führt oft nur über Betroffenheit. Ganzer Artikel auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.
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Der Anstubser von letzter Woche, hier als Reminder.
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